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Zum Verhältnis von Bildungspotenzialen und Dispositiven

  • Christopher KönitzEmail author
Chapter
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Part of the Medienbildung und Gesellschaft book series (MUG, volume 32)

Zusammenfassung

Der Forschungsstil der Strukturalen Medienbildung zielt darauf ab, Bildungspotentiale durch qualitative Analysen verschiedener medialer Artikulationsformen herauszuarbeiten. Gleichzeitig sind auch Dispositive in diese Artikulationen eingeschrieben. Es stellt sich daher die Frage, welches Verhältnis zwischen Bildungspotenzialen und Dispositiven besteht. Um das Verhältnis deutlicher herauszuarbeiten werden beide Begriffe theoretisch skizziert und anhand des Computerspiels „Gone Home“ (2013) und des Films „Lost Highway“ (1997) auf mögliche Bildungspotenziale und Dispositive mittels Strukturaler Methoden untersucht und vergleichen. Dabei wird sich analytisch einerseits zeigen, dass Bildungspotenziale gleichbedeutend mit einer Transformation von Dispositiven sind und andererseits Bildungspotenziale auch jenseits von Dispositiven gedacht werden können. Für die methodologischen Ebene bedeutet diese Auseinandersetzung für die Strukturale Medienbildung letztlich eine Schärfung der Analysen durch den bewussteren Einbezug normativer Wissensbestände.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.WismarDeutschland

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