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Gerätespektrum

Chapter
Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Starre Endoskope leiten die Bildinformation durch ein Linsensystem im Inneren des Endsoskopschaftes an das Okular weiter. Bei starren Endoskopen besteht das optische System aus den Hauptkomponenten Objektiv (Bildentstehung am distalen Schaftende), Stablinsen-System (Bildweiterleitung) und Okularlinse (Bildvergrößerung). In der MKG-Chirurgie weit verbreitet sind hier die von Harold H. Hopkins (1918–1994) entwickelten Stablinsensysteme, die durch ihre lichtstarke Bauweise kleine Linsendurchmesser ermöglichen. Das für die Untersuchung notwendige Licht der Lichtquelle (heute werden hier in der Regel Xenon –Lampen verwendet) wird über den angeschlossenen Lichtleiter ebenfalls im Inneren des Schaftes durch Glasfaserbündel an die Spitze des Endoskops transportiert. Die Optiken kommen - je nach Einsatzgebiet und verwendeter Technik - mit verschiedenen Arbeitslängen bzw. Arbeitsdurchmessern und verschiedenen Blick- und Sichtwinkeln zum Einsatz. Hierbei ist zu beachten, dass kleinere Optikdurchmesser mit geringerer Helligkeit und kleineren Sichtwinkeln einhergehen. Kleine Sichtwinkel wirken entsprechend wie Teleobjektive in der Fotographie und liefern eine stärkere Vergrößerung, große Sichtwinkel analog zum Weitwinkel geringe Vergrößerungen. Im Objektiv der starren Endoskope (distale Spitze des Schaftes) sind mit Ausnahme der 0 Grad Geradeausoptiken Prismen eingebaut, die abgewinkelte Blickrichtungen ermöglichen. Gebräuchlich sind in der MKG-Chirurgie neben den 0 Grad Optiken meist 30 und 70 Grad Vorausblickoptiken, aber auch andere Prismen sind möglich (z. B. 12, 50, 90 oder 120 Grad etc.). Operationsendoskope können zusätzlich mit Saug- und Spülkanälen sowie Arbeitskanälen zum Einbringen von Arbeitsinstrumenten (z. B. Zangen zur Biopsieentnahme, Fasszangen, Scheren, Stanzen, Shaver etc.) ausgestattet sein.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer - und GesichtschirurgieUniversitätsklinikum MarburgMarburgDeutschland

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