Advertisement

Familie und Gender

  • Hermann TrogerEmail author
Chapter
  • 8.6k Downloads

Zusammenfassung

Nach mehreren Jahrzehnten ihrer radikalen Infragestellung erfreut sich die Familie als Keimzelle und Grundbaustein der Gesellschaft sowie als Ort privater Geborgenheit und Regeneration einer neuen gesellschaftlichen und politischen Wertschätzung. Dies kommt unter anderem in einer Fülle von Maßnahmen zur Förderung der Familie zum Ausdruck, die zunächst vorwiegend von der Politik initiiert wurden, inzwischen aber auch von immer mehr Unternehmen mitgetragen und ergänzt werden. Grund für diese gezielte Förderpolitik der Familien sind die sinkenden Fertilitätsraten und die damit verbundenen demografischen und arbeitsmarktpolitischen Veränderungen. Auch im Artikel 16 der Europäischen Sozialcharta von 1996 wird der Familie ein besonderer Stellenwert eingeräumt. Dort heißt es: „Die Familie als Grundeinheit der Gesellschaft hat das Recht auf angemessenen sozialen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Schutz, der ihre volle Entfaltung zu sichern vermag.“ Gemeint ist damit allerdings nicht der Rückzug in die Familie, sondern die Verwirklichung aller Familienmitglieder in ihrem sozialen Kontext. Hierzu gehört unter anderem die Möglichkeit für beide Elternteile, sich auch beruflich zu verwirklichen. Dem wird in der am 7. Dezember 2000 erstmals feierlich proklamierten Charta der Grundrechte der Europäischen Union Rechnung getragen, die sich in mehreren Artikeln mit der Vereinbarkeit von Familien- und Arbeitsleben befasst.

Literatur

  1. A.T. Kearney: Wie familienfreundlich sind Unternehmen in Deutschland?, Düsseldorf 2014Google Scholar
  2. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Familienfreundlichkeit – Erfolgsfaktor für Arbeitgeberattraktivität, Berlin 2010Google Scholar
  3. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Vereinbarkeit von Familie und Beruf in österreichischen Unternehmen. Berlin 2012, S. 49 ff.Google Scholar
  4. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Erfolgsfaktor Familie, Januar 2015, S. 6Google Scholar
  5. Führungskräfte-Monitor 2012, DIW BerlinGoogle Scholar
  6. Opaschowski H.: „So wollen wir leben“, in: DIE WELT vom 26.09.2014Google Scholar
  7. Thimm K.: Der dritte Weg, in: Der Spiegel 1/2015 vom 29.12.2014, S. 114Google Scholar
  8. Wanger S.: Frauen und Männer am Arbeitsmarkt, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (Hrsg.): IAB-Kurzbericht 4/2015Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.BrixenItalien

Personalised recommendations