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Das Bild des Kindes in der westlichen Welt

  • Heidi KellerEmail author
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Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Jede Gesellschaft hat Leitbilder, an denen sich Menschen und Institutionen orientieren. Dazu gehören auch Bilder des Kindes, von Kindheit, die in Menschenbildern, d.h. der Vorstellung des guten und kompetenten Menschen, verhaftet sind. Kompetenz bedeutet, sich in einem bestimmten Umfeld zurechtzufinden, autonom handeln zu können und sich materiell versorgen zu können. Ein guter Mensch zu sein bedeutet, sich an den moralischen und ethischen Standards dieses Umfelds zu orientieren, sie einzuhalten und zu ihrer Verbreitung beizutragen. Glück, Zufriedenheit und Wohlbefinden sind damit noch nicht definiert, sollten sich aber aus der Konkordanz dieser Bereiche zwangsläufig ergeben. Wie solche Leitbilder und Bilder vom Kind entstehen ist Gegenstand historischer, soziologischer, anthropologischer, philosophischer Analysen, die hier nicht geleistet werden können. Für den hier diskutierten Zusammenhang ist wichtig, dass sie vor allem im Zusammenhang mit sozioökonomischen und soziodemographischen Parametern zu sehen sind. Das heißt also, das Bild vom Kind ist abhängig von der ökonomischen und soziodemographischen Lage ihrer Kreateure.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für PsychologieUniversität OsnabrückOsnabrückDeutschland

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