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Zwänge und Gelegenheiten: gesellschaftlicher Raum und Felder

  • Heinrich Wilhelm Schäfer
Chapter

Zusammenfassung

Akteure nehmen die gesellschaftlichen Beziehungen wahr gemäß den Orientierungen und Begrenzungen durch ihre Positionen in der gesellschaftlichen Struktur insgesamt und in den für sie relevanten Praxisfeldern. Melucci stellt dementsprechend fest, dass Menschen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Position Affinitäten zu bestimmten Bewegungen haben (Melucci 1988, S. 339). Mobilisierung ereignet sich aufgrund „an interactive and negotiated perception of action opportunities and constraints common to a certain number of individuals“ (ebd., S. 339) innerhalb von „multipolar action systems.“ Diese sind orientiert durch die Zwecke des Handelns („ends,“ den Sinn des Handelns für den Akteur), durch die Mittel („means“, den Möglichkeiten und Begrenzungen des Handelns), und schließlich durch Kontextfaktoren („environment,“ dem Feld, in dem sich das Handeln ereignet). Gesellschaftliche Strukturen werden für Bewegungsakteure zunächst und vor allem als „externe Handlungschancen“ (Bader 1991, S. 299) und externe Begrenzungen relevant. Die Rede ist allerdings nicht von den reduzierten „opportunities and constraints“ der methodologisch-individualistischen Ansätze.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität BielefeldBielefeldDeutschland

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