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Forschungspraxis: Zur Verfahrensweise von Konstellationsanalysen

  • Peter GostmannEmail author
Chapter
Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Im Ergebnis unserer vorhergehenden Überlegungen haben wir die Denkoperation genauer bestimmt, die wir mit dem soziologischen Konstellations-Begriff verbinden. Wir haben als einen grundlegenden Aspekt dieser Operation die Identifikation der Ereigniskonstellation bestimmt, d. h. die Aufgabe, ausgehend von definierbaren Sequenzen des Handelns und Zusammenhandelns öffentlicher Personen möglichst präzise und vollständig die kommunikativen Serien, die in ihr zusammenlaufen, zu identifizieren. Als weitere zentrale Aspekte einer soziologischen Konstellationsanalyse haben wir zwei Operationen bestimmt, die miteinander interagieren, insofern sie – gleichsam aus verschiedenen dokumentarischen Perspektiven – unterschiedliche Fragestellungen an ein und dasselbe Material herantragen: einerseits die Beschreibung der seriellen Verdichtung kommunikativer Erfahrungen, die u. a. in der Form der Organisation von Übergängen zwischen Sequenzen einer sozialen Serie geschieht; andererseits die Beschreibung der interseriellen Verdichtung kommunikativer Erfahrungen, die in der Handhabung von Brüchen zwischen unterschiedlichen aufeinanderfolgenden Serien seitens einer Person statthat. Als einen weiteren möglichen Aspekt haben wir die Analyse transserieller Konstellationen herausgearbeitet, d. h. den Vergleich des Sinngehalts von in semantischer Hinsicht verbundenen sozialen Serien.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Goethe Universität FrankfurtFrankfurt a.M.Deutschland

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