Erlebt der Symbolische Interaktionismus in der deutschen Soziologie abweichenden Verhaltens eine Renaissance?

  • Helge Peters
Chapter
Part of the Soziale Interaktion book series (SOI)

Zusammenfassung

Die zunächst zu erörternde Frage, was man unter » Symbolischem Interaktionismus « zu verstehen habe, hört sich komplizierter an als sie ist. Nicht zu bestreiten ist zwar, dass sich dieser soziologische Ansatz bewegt, verästelt, fortentwickelt. Hans Joas – er gilt wohl als der kompetenteste deutsche Experte auf diesem Feld – hat mehrfach darauf hingewiesen (vgl. etwa 1988: 417 ff.). Joas sagt aber auch, dass es ein relativ eindeutiges, gängiges Verständnis dieses Ansatzes gibt. Dieses Verständnis sei wesentlich durch die Beiträge Herbert Blumers geprägt worden. Joas kritisiert dieses Verständnis unter verschiedenen Gesichtspunkten. Es verenge die Chicagoer Schule (vgl. 1988: 419), Blumers Werk halte zu vielen Fragen zeitgenössischer Gesellschaftstheorie keine Antwort bereit (vgl. 1988: 436), Blumers Version des Symbolischen Interaktionismus beschränke sich darauf, jene Probleme anzugehen, die im konzeptionellen Rahmen der » moral order « liegen usw.(vgl. Joas 1988: 436; vgl. auch Joas 1978: 38). Aber Joas behauptet damit eben auch, dass es ein relativ festes Verständnis des Symbolischen Interaktionismus gibt. Mit Blumers Bemühungen habe der Symbolische Interaktionismus seinen » gängigen Sinn « erhalten (1988: 419). Zusammenfassend schreibt Joas: » Herbert Blumers Werk mit seinen Vorzügen und Leerstellen ist entscheidend für das Selbstverständnis späterer Generationen von Vertretern des symbolischen Interaktionismus « (1988: 435). Neuere Soziologie-Lexika bestätigen das.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  • Helge Peters
    • 1
  1. 1.OldenburgDeutschland

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