Foucaults Mikrophysik der Macht

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Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hat der französische Philosoph Michel Foucault (1926–1984) die Rolle des provozierenden Anregers übernommen, der mit seiner Machtanalyse wie kein anderer zeitgenössischer Theoretiker polarisiert. Foucault wirft Hobbes vor, einem klassischen Denken von Repräsentationsverhältnissen verpflichtet geblieben zu sein. Mit diesen Instrumenten habe Hobbes das Risiko eines wahren Krieges minimieren, wenn nicht gar zu verhindern versucht. Deshalb habe er auch kein Verständnis für faktische Machtstrategien entwickeln können. Man könnte sagen: „Foucault schlägt König Hobbes den Kopf ab“. Tatsächlich seien weder Hobbes noch Machiavelli „Theoretiker des Krieges in der Zivilgesellschaft“ gewesen. Öffnet man nun den „Werkzeugkasten“ Foucaults, dann finden sich dort einige Schlüsselwörter, die für sein Denken charakteristisch sind: die Plebs, das Nicht-Tolerierbare, der Widerstand, das Ereignis und die Macht. Besonders heftig wendet er sich gegen die staatliche Souveränität.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.NetphenDeutschland

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