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Das HMB-W – Verfahren bei Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz

  • Christian Wolff
  • Uwe Gövert
  • Bettina Kuske
  • Sandra Verena Müller
Chapter
Part of the Gesundheit. Politik - Gesellschaft - Wirtschaft book series (GEPOGEWI)

Zusammenfassung

Das HMB-W – Verfahren dient in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe zur Ermittlung des Hilfebedarfs von Menschen mit Behinderungen. Aufgrund des demografischen Wandels steigt die Zahl älterer Menschen mit geistiger Behinderung. Demzufolge häufen sich die demenziellen Erkrankungen. Dies stellt Mitarbeiter(innen) der Einrichtungen vor Herausforderungen in der Durchführung des HMB-W – Verfahrens, die anhand von Experteninterviews ermittelt wurden. Aufgrund der Zunahme der Betreuungs- und Pflegeintensität eines Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz sehen die Mitarbeiter(innen) der Einrichtungen einen hohen Hilfebedarf nach HMB-W. Die Mitarbeiter(innen) berichten, dass aufgrund des Wegfalls von Förderungen Kostenträger einen niedrigeren Hilfebedarf sehen.

Schlüsselwörter

HMB-W – Verfahren Hilfeplanung Förderplanung Menschen mit geistiger Behinderung Demenz Eingliederungshilfe Pflege Kostenträger Experteninterviews 

Notes

Danksagung

Diese Arbeit wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, PT AiF gefördert (Förderkennzeichen: 17S 01X11).

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  • Christian Wolff
    • 1
  • Uwe Gövert
    • 1
  • Bettina Kuske
    • 1
  • Sandra Verena Müller
    • 1
  1. 1.Fakultät Soziale ArbeitOstfalia – Hochschule für angewandte WissenschaftenWolfenbüttelDeutschland

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