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Mythenweber pp 361-365 | Cite as

Mimesis

  • Wilhelm Kuehs
Chapter

Zusammenfassung

Die intentio auctoris, wie wir sie aus der ecoschen Semiotik kennen, bezeichnet die Absichten und Motive des Autors. Die intentio auctoris gilt in Bezug auf wie auch immer geartete ausgelagerte Muster kultureller Objekte als schwer bis gar nicht erschließbar. Auch spielt die intentio auctoris für das Verständnis des Textes kaum eine Rolle. Ich muss nicht wissen, was Homer oder Shakespeare mit ihren Texten intentiert haben, um die Odyssee oder Hamlet als relevant für unsere Semiosphäre zu identifizieren. Auch um die intentio operis in ihrer fulminanten Breite und Tiefe auszuloten, muss ich nicht wissen, wer diese Werke geschrieben hat. Es ist nicht einmal nötig zu wissen, ob wir hinter dem Namen Homer ein Autorenkollektiv vermuten müssen oder ob der blinde Aiode tatsächlich für das Epos allein verantwortlich ist.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Kultur-, Literatur- und MusikwissenschaftAlpen-Adria-UniversitätKlagenfurtÖsterreich

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