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Von „ich gehe in sämtlichen Fächern (…) mit Texten anders um“ bis „die Zeit haben wir ja gar nicht“: Vier Fallskizzen zum Umgang mit lesedidaktischen Wissensangeboten

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Zusammenfassung

Das Thema Leseförderung ist spätestens seit PISA 2000 in aller Munde und unbestritten ein zentrales Anliegen institutionalisierter Bildung. Aktuelle Lehrpläne aller deutschen Bundesländer erwähnen Leseförderung als Zielsetzung des (Deutsch-)Unterrichts; in den nationalen Bildungsstandards heißt es sogar, das Fach Deutsch habe „vor allem“ die Aufgabe, Schülern und Schülerinnen interessiertes und verständiges Lesen zu ermöglichen (Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder 2004: 6). Die Didaktik des weiterführenden Lesens wurde, auch in Folge der genannten Schulleistungsstudie, m. E. zudem – zumindest für ein Jahrzehnt – das innovationsreichste Gebiet der Deutschdidaktik; etliche an Lehrer gerichtete lesedidaktische Wissensangebote erschienen und fanden von Akteurs-, aber auch von Schulverwaltungsseite Beachtung.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für deutsche Literatur und ihre DidaktikGoethe-Universität Frankfurt MainFrankfurt/MainDeutschland

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