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Genetische Diskriminierung in Deutschland. Entwicklungsdynamiken und offene Fragen

  • Thomas Lemke
  • Katharina Liebsch
Chapter
Part of the Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialpsychologie book series (FBZSUS)

Zusammenfassung

Die in diesem Band präsentierten Untersuchungsergebnisse nehmen zum ersten Mal eine empirische Bestandsaufnahme zu Formen und Feldern genetischer Diskriminierung in Deutschland vor; sie sind darüber hinaus auch ein Beitrag zur internationalen wissenschaftlichen Diskussion genetischer Diskriminierung und ihrer begrifflichen Bestimmung. Unsere Untersuchung erbrachte eine Reihe interessanter und z.T. überraschender Ergebnisse. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die von uns durchgeführte Studie nur zwei Fälle dokumentiert, die der klassischen Definition genetischer Diskriminierung (vgl. Billings et al. 1992, S. 477; Natowicz et al. 1992, S. 466) entsprechen (vgl. S. 41/42 und S. 124 in diesem Band). Daraus folgt jedoch nicht, dass in Deutschland keine Erfahrungen von Benachteiligung, Stigmatisierung und Ausschluss aufgrund genetischer Merkmale existieren oder die rechtlichen Regelungen und Verbote schlicht überflüssig wären; vielmehr verdeutlichen die Ergebnisse unserer Studie, dass die sozialwissenschaftliche Analyse genetischer Diskriminierung sich bislang zu stark an einem juridischen Diskriminierungsbegriff orientiert hat und neu ausgerichtet werden muss.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.FB GesellschaftswissenschaftenJohann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am MainFrankfurt am MainDeutschland
  2. 2.Helmut Schmidt Universität / Universität der Bundeswehr HamburgHamburgDeutschland

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