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Zusammenfassung

Die U.S.-amerikanischen Neorealisten John Mearsheimer und Kenneth Waltz zeichneten zu Beginn der 90er Jahre ein relativ – im Vergleich zu den ansonsten überall verbreiteten zuversichtlichen Erwartungen – pessimistisches Szenario für die weitere Entwicklung Europas und des Westens insgesamt. Aus ihrer Sicht endete mit der Auflösung des Ost-West-Konflikts und dem partiellen Rückzug der Supermächte die bipolare Ordnung und vor allem die Stabilität der voran gegangenen Jahrzehnte. Die zu erwartende Multipolarität und Renationalisierung, das heißt, die Wiedererstarkung ehemaliger Großmächte in Europa und deren Konkurrenz um Macht, werde zu mehr Instabilität und häufiger zu Konflikten führen. Bezüglich der NATO wurde erwartet, dass sie sich auflöse. Auch Deutschland werde sich, so das Argument, den Zwängen des internationalen Systems nicht entziehen können und nach mehr, vor allem nach materieller und militärischer Macht oder sogar nach Hegemonie streben.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.UnternehmensfinanzierungBundesverband deutscher Banken e.V.BerlinDeutschland

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