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Divergenzen und Pluralität in der Wirtschaftswissenschaft

  • Dieter Bögenhold
Chapter
Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Der skizzierte Trend zum abstrakten Formalismus war der Zug der Zeit, von dem es freilich immer wieder abweichende Positionen gab. Formulierungen, dass „Wirtschaft ohne menschliche Betätigung und Kommunikation nicht denkbar ist“ und dass „alles, was in der Wirtschaft geschieht, das Ergebnis menschlicher Entschlüsse und menschlichen Handelns ist […]“ blieben zunehmend in der Minderheit. Im Bestreben nach einer möglichst hohen Geltung operierte die Mainstreamökonomik neoklassischer Prägung mit dem Theorem eines homo oeconomicus, der selber kritisiert wurde: Die Annahme eines rationalen, nutzenmaximierenden Verhaltens mit vorgegebenen und im zeitlichen Ablauf konstanten Präferenzen einerseits, die Orientierung auf ein Wirtschaftssystem im Gleichgewicht andererseits und schließlich die fehlende Berücksichtigung von Informationsdefiziten sind die Haupteinwände gegenüber traditionellen Mainstreamkonzepten. Moderne Ökonomien und deren inhärenter Wettbewerb können nicht adäquat konzeptualisiert werden, wenn man nicht Informationsasymetrien a priori berücksichtigt, die in vielerlei Hinsicht erst die Triebfeder für Dynamik ausmachen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Soziologie Fakultät für WirtschaftswissenschaftenAlpen-Adria Universität KlagenfurtKlagenfurt am WörtherseeÖsterreich

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