Was ist ein Feld?

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Zusammenfassung

Der wissenschaftliche Anfang des Feldbegriffs ist in der Physik des frühen 19. Jahrhunderts zu verorten und als Abgrenzung zur klassischen Newtonschen Mechanik zu verstehen. Isaac Newton entwickelte Ende des 17. Jahrhunderts ein kohärentes System zur Bewegung von Objekten, welches die Dynamik von Himmelskörpern und Steinen gleichermaßen erklären konnte. Diese auch als „Punktmechanik“ bezeichneten Zusammenhänge sind vielfältig einsetzbar und lassen sich durch Partial- und Differentialgleichungen mathematisch beschreiben. Wesentlicher Ansatzpunkt für die spätere Feldtheorie ist dabei die wechselseitige Übertragung einer Kraft (Gravitation) über Raumabstände hinweg auf Körper. Genauer besagt das Dritte Newtonsche Gesetz, dass die Ausübung einer Kraft (actio) immer eine gleich große, aber entgegengesetzte Kraft (reactio) bewirkt (Newton [1687] 1999: 34). Aus diesem reziproken Zusammenhang folgt nahezu zwangsläufig ein mechanistisches Weltbild, da ihm eine unmittelbare Wechselwirkung von Körpern über den leeren Raum und die Absenz von Zeit zugrunde liegt. Diese Tatsache befremdete Newton bereits selbst (Römer & Forger 1993: 2).

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität BremenBremenDeutschland

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