Besonderheiten der Drehstrom-Asynchronmaschine

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Zusammenfassung

Mit dem nichtlinearen dynamischen Modell der verallgemeinerten Drehstrommaschine werden sowohl Drehstrom-Asynchronmaschinen mit Schleifring- als auch solche mit Doppelkäfigläufer ohne Stromverdrängung in den Läuferstäben erfasst. Bei Verwendung des Doppelkäfigansatzes lässt sich damit auch Stromverdrängung in den Stäben eines Einfachkäfigs vereinfacht nachbilden (Doppelkäfignäherung).

Drehstrom-Asynchronmaschinen sind in Längs- und Querachse gleich aufgebaut mit gleichen Parametern und magnetischen Eigenschaften. Wegen des geringeren Luftspaltes sind Sättigungserscheinungen auf den Streuwegen deutlicher ausgeprägt, lassen sich aber kaum auf die einzelnen Streubereiche aufteilen. Deshalb wird das gesamte Sättigungsverhalten auf den Streuwegen vereinfacht der Ständerstreuung zugeordnet oder wie im Läufer auch im Ständer mit konstanten Streuinduktivitäten gerechnet. Bei den Haupt- wie ggf. auch bei den Ständerstreuflüssen ist die elliptische Korrektur zu empfehlen.

Die quasistationären Betriebskennlinien von Drehstrom-Asynchronmaschinen lassen sich leicht punktweise nach Vorgabe von Klemmenspannung, Netzfrequenz und Schlupf auf der Grundlage des Zeigerdiagramms der Spannungen und Ströme auch unter Berücksichtigung der Sättigung auf den Haupt- und Ständerstreuwegen berechnen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Elektrische EnergietechnikUniversität RostockRostockDeutschland

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