Flankierung des demografischen Wandels durch die regionalisierte Arbeits- und Strukturpolitik des Landes Nordrhein-Westfalen

Chapter

Zusammenfassung

Regionen erfreuen sich sowohl in Wissenschaft und Forschung als auch in der Ausgestaltung realer Politikansätze einer ungebrochenen Popularität. Zu Beginn der 1990er Jahre war die Globalisierung das bestimmende Thema, dem man wirtschaftlich, gesellschaftlich wie auch persönlich nahezu ausgeliefert war. Lebensbedingungen wurden aus der regionalen Verankerung gelöst und somit traten regionale Differenzierungen und Fragestellungen immer stärker in den Hintergrund. Mit einer fortschreitenden Globalisierung wuchs das Bedürfnis nach überschaubaren, identifikationsstiftenden Regionen, sei es aus einem Gefühl einer zu kompensierenden Machtlosigkeit heraus oder aus einem emotionalen Nahweltbedürfnis (Blotevogel 1996, S. 46 ff.). Regionen leisten einen entscheidenden Beitrag u. a. zur Bewältigung und Flankierung des demografischen Wandelns, hier greift die seit Jahrzehnten eingespielte regionalisierte Arbeits- und Strukturpolitik des Landes Nordrhein-Westfalen, die im nachfolgenden Beitrag näher ausgeleuchtet werden soll. Die Struktur-, Wirtschafts- und Arbeitspolitik des Landes NRW wird zu einem maßgeblichen Anteil aus Mitteln der Strukturfonds der Europäischen Union (Europäischer Sozial Fonds (ESF) und Europäischer Fonds zur Förderung der Regionalen Entwicklung (EFRE)) finanziert.

Literatur

  1. Benz, A., Fürst, D., Kilper, H., & Rehfeld, D. (1999). Regionalisierung. Theorie-Praxis-Perspektiven. Opladen: Leske & Budrich.Google Scholar
  2. Beyer, J., & Frese, C. (2013). Die Bedeutung des Europäischen Sozialfonds in der Stadt Dortmund für eine moderne Beschäftigungspolitik. In H. Bömer & D. Zimmermann (Hrsg.), Stadtentwicklung in Dortmund seit 1945. Nordstadt-, Energie-, Gesundheits-, Beschäftigungs- und Bahnhofspolitik (S. 119–136). Essen: Klartext Verlag.Google Scholar
  3. Blotevogel, H.-H. (1996). Auf dem Wege zu einer Theorie der Regionalität: Die Region als Forschungsobjekt in der Geographie. In G. Brunn (Hrsg.), Region und Regionsbildung in Europa. Konzeptionen der Forschung und empirische Befunde (S. 44–68). Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  4. Blotevogel, H.-H. (2000). Zur Konjunktur der Regionsdiskurse. Informationen zur Raumentwicklung, 9(10), 491–506.Google Scholar
  5. Chilla, T., Kühne, O., Weber, F., & Weber, F. (2015). Neopragmatische Argumente zur Vereinbarkeit von konzeptioneller Diskussion und Praxis der Regionalentwicklung. In O. Kühne & F. Weber (Hrsg.), Bausteine der Regionalentwicklung (S. 13–24). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  6. Danielzyk, R. (1999). Regionale Kooperationsformen. Informationen zur Raumentwicklung, 9(10), 577–586.Google Scholar
  7. Diller, C. (2002). Zwischen Netzwerk und Institution. Eine Bilanz regionaler Kooperation in Deutschland. Opladen: Leske & Budrich.CrossRefGoogle Scholar
  8. Dobischat, R., Düsseldorff, C., Nuissl, E., & Stuhldreier, J. (2006). Lernende Regionen – begriffliche Grundlagen. In E. Nuissl, R. Dobischat, K. Hagen, & R. Tippelt (Hrsg.), Regionale Bildungsnetze. Ergebnisse zur Halbzeit des Programms „Lernende Regionen – Förderung von Netzwerken“ (S. 23–33). Bielefeld: Bertelsmann.Google Scholar
  9. Fischer, C., & Weber, F. (2015). „Ein Bier wie seine Heimat – ursprünglich, ehrlich und charaktervoll.“ Eine Untersuchung der Vermarktung fränkischer Biere aus diskussionstheoretischer Perspektive. In O. Kühne & F. Weber (Hrsg.), Bausteine der Regionalentwicklung (S. 73–93). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  10. Fürst, D. (2002). Region und Netzwerke. Aktuelle Aspekte zu einem Spannungsverhältnis. DIE-Zeitschrift für Erwachsenenbildung, 9, 22–24.Google Scholar
  11. Gerhardter, G. (2001). Region mit Köpfchen – oder: wie steuert man ein Konstrukt? In U. Matthiesen & G. Reutter (Hrsg.), Lernende Regionen – Mythos oder lebendige Praxis? (S. 59–66). Bielefeld: Bertelsmann.Google Scholar
  12. Kühne, O., & Weber, F. (Hrsg.). (2015). Bausteine der Regionalentwicklung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  13. Läpple, D. (1998). Globalisierung – Regionalisierung: Widerspruch oder Komplementarität? In H.-J. Kujath (Hrsg.), Strategien der Regionalen Stabilisierung: wirtschaftliche und politische Antworten auf die Internationalisierung des Raumes (S. 61–82). Berlin: Edition Sigma.Google Scholar
  14. Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen [MAGS]. (2014). Operationelles Programm ESF Nordrhein-Westfalen 2014–2020. http://www.arbeit.nrw.de/pdf/esf/esf_op_nrw_2014_2020.pdf. Zugegriffen: 5. Juni 2015.
  15. Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen [MWEIMH]. (Hrsg.). (2014). Operationelles Progamm NRW 2014–2020 für den Europäischen Fondes für Regionale Entwicklung. Investitionen in Wachstum und Beschäftigung (OP EFRE NRW). http://www.efre.nrw.de/0_2_Aktuelles/00_Newsmedia/OP_Version__final_Internet_01.pdf. Zugegriffen: 5. Juni 2015.
  16. Molitor, B. (2000). Regionalisierte Arbeitsmarktpolitik in Nordrhein-Westfalen 1989–1999. Bottroper Dokumente 21, S. 6–17. Bottrop.Google Scholar
  17. Schreiber-Barsch, S. (2002). Die Idee der Learning Communities: Regionale Bildungsnetzwerke in internationaler Perspektive. Hessische Blätter für Volksbildung 3, S. 241–248. Frankfurt a. M.Google Scholar
  18. Weber, F., & Weber, F. (2015). „Die Stärken der Region herausarbeiten“. Von Idealvorstellungen und Hindernissen vor Ort. In O. Kühne & F. Weber (Hrsg.), Bausteine der Regionalentwicklung (S. 169–177). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.DuisburgDeutschland

Personalised recommendations