Fazit: Wie verlässlich sind Prognosen für Start-ups?

Chapter
Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Aus der recht umfangreichen Forschung kennen wir die Regeln für einen guten Forecast: Adäquate Behandlung von Vergangenheitsdaten, Ausschluss von kognitiven Verzerrungen durch Objektivierung, reflektierte, bewusste Nutzung von Expertise und vor allem: die Kombination von mindestens fünf verschiedenen Forecasts. Diese Regeln greifen für Prognosen für Start-ups nicht: Es gibt keine Vergangenheitsdaten, die Wahrnehmungsverzerrungen wirken exponentiell, Expertise ist selten vorhanden und die Forecast-Methoden reduzieren sich auf eine so geringe Anzahl, dass es einen kombinierten Forecast nicht geben kann. Daraus aber zu schließen, dass Prognosen für Start-ups überflüssig seien oder angesichts der Komplexität der Aufgabe in Fatalismus zu verfallen und nur dem unsicheren Gesellen „Bauchgefühl“ zu vertrauen, wäre der falsche Weg. Denn wenn das Ziel der Geschäftsplanung ist, erstens ein Instrument für das strategische und operative Management zu sein und zweitens das Risiko eines Engagements zu bewerten, braucht sie als Grundlage eine Prognose der Geschäftsentwicklung und hier vor allem des Absatzes. Die größte Unsicherheit besteht naturgemäß bis zu dem Augenblick, in dem das Produkt dem Markt präsentiert wird. Je mehr Erfahrungen danach durch den Verkauf der Produkte gesammelt wurden, desto präziser wird die Prognose des weiteren Geschäfts sein. Dann bieten sich all jene Methoden an, wie sie im Referenzbuch zu diesem Essential beschrieben sind.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Fachbereich II Marketing und PersonalwirtschaftHochschule Ludwigshafen am RheinLudwigshafen am RheinDeutschland

Personalised recommendations