Die Sprache der Politik: Falsche Rhetorik kostet Wählerstimmen

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Zusammenfassung

Die scheinbare Wortmacht von Politikern ist brüchig geworden und die Fassade der wortgewaltigen Redner bröckelt nach und nach ab. Ihr Griff in die rhetorische Mottenkiste verfehlt beim Wähler immer häufiger das Ziel. Dieses Kapitel analysiert, warum beim Stimmenfang die althergebrachte Kampfrhetorik versagt, mit der sich augenscheinlich immer weniger Menschen identifizieren können. Ihr wird das „Buddha-Prinzip“ einer weitgehend aggressionslosen Rhetorik gegenübergestellt. Angela Merkel hat damit ihre verbalen Machokontrahenten – Schröder und Steinbrück – erfolgreich ausgekontert. Anleihen von diesem sanften Rhetorikprinzip macht auch Politneuling Bernd Lucke von der AfD, während etwa Gregor Gysi von den Linken auf laute Worte und große Gesten setzt. Was wird auf Dauer erfolgreicher sein? Viele Politiker haben in der Bevölkerung ein massives Vertrauensproblem, weil ihre Aussagen häufig als wenig glaubwürdig eingeschätzt werden. Dieses Kapitel enthält eine Zehn-Punkte-Checkliste, mit der die Glaubwürdigkeit von politischen Aussagen besser beurteilt werden kann. So lassen sich Enttäuschungen leichter vermeiden, die entstehen, wenn politische Versprechen und Wahlaussagen nur hohle Luft bleiben.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.SeehamÖsterreich

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