Advertisement

Kinder, die nicht in den Kindergarten gehen

Rekonstruktion innerfamilialer Betreuungsentscheidungen unter dem Blickwinkel kultureller Passung und Reproduktion
Chapter
  • 1.7k Downloads

Zusammenfassung

Ein innerfamiliäres Aufwachsen von Kindern ist inzwischen zu einer Seltenheit geworden. Folgt man aktuellen Zahlen, handelt es sich bei den Kindern, die während ihrer vorschulischen Lebensphase gar keinen Kindergarten besuchen, um eine Minorität von ca. 5-10% (vgl Statistisches Bundesamt 2012). Dabei weisen die wenigen vorhandenen Studienergebnisse (zum innerfamilären Aufwachsen sowie Studien zum Betreuungsgeld) u. a. auf einen Zusammenhang zum (niedrigen) sozialen Status der Eltern hin, der an Merkmale wie Bildungshintergrund und Migration gekoppelt ist (vgl. Hüsken et al. 2008; Fuchs-Rechlin et al. 2014; Statistisches Bundesamt 2012; Tietze et al. 2012).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Bourdieu, P., & Passeron, J. C. (1971).Die Illusion der Chancengleichheit. Untersuchungen zur Soziologie des Bildungswesens am Beispiel Frankreich. Stuttgart: Klett.Google Scholar
  2. Bourdieu, Pierre, & Wacquant, L. J. D. (1996).Reflexive Anthropologie. Aus dem Französischen von Hella Beister. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  3. Fuchs-Rechlin, K., Kaufhold, G., Thuilot, M, & Webs, T. (2014). Kapitel 8: Der Einfluss des Betreuungsgeldes auf die Betreuungsentscheidung von Eltern. In Forschungsverbund DJI/TU Dortmund (Hrsg.), Kommunale Bedarfserhebungen. Der regionalspezifische Betreuungsbedarf U3 und seine Bedingungsfaktoren.http://www.forschungsverbund.tu-dortmund.de/fileadmin/Files/Aktuelles/Publikationen/Auszug_zum_Betreuungsgeld_4.pdf. Zugegriffen: 11. September 2014.
  4. Helsper, W., Kramer, R.-T., Brademann, S., & Ziems, C. (2007). Der individuelle Orientierungsrahmen von Kindern und der Übergang in die Sekundarstufe. Erste Ergebnisse eines qualitativen Längsschnitts.Zeitschrift für Pädagogik, 53(4), 477–490.Google Scholar
  5. Hüsken, K., Seitz, K., Tautorat, P., Walter, M., & Wolf, K. (2008). Kinderbetreuung in der Familie. Abschlussbericht Mai 2008. München.http://www.dji.de/fileadmin/user_upload/bibs/KiBeFa_Abschlussbericht.pdf. Zugegriffen: 25. September 2014.
  6. Kramer, R.-T., Helsper, W., Thiersch, S., & Ziems, C. (2009). Selektion und Schulkarriere. Kindliche Orientierungsrahmen beim Übergang in die Sekundarstufe I. In Zentrum für Schul- und Bildungsforschung (ZSB) der Martin-Luther-Universität (Hrsg.),Studien zur Schul- und Bildungsforschung, Bd. 29. Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  7. Loewe, M. (2014). Kleine Schritte statt großer Würfe. Hat die Große Koalition (GroKo) ihre Ziele bei Krippen- und Kita- Ausbau erreicht? Und: Steht die Qualitätsfrage jetzt endlich auf der politischen Agenda? In Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Hrsg.),E & W. Erziehung und Wissenschaft. Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft GEW. 09/2014, S. 10-14. Frankfurt a. M.Google Scholar
  8. Schmude, C., & Pioch, D. (2014). Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung – Kita inklusiv! Inklusive Kindertagesbetreuung – Bundesweite Standortbestimmung und weitergehende Handlungsnotwenigkeiten. In Der Paritätische Gesamtverband/ Diakonie Deutschland/ Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Hrsg.),http://www.der-paritaetische.de/uploads/tx_pdforder/Expertise_final_web.pdf. Zugegriffen: 17. September 2014.
  9. Statisches Bundesamt (Hrsg.). (2012). Kindertagesbetreuung in Deutschland 2012.http://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2012/kindertagesbetreuung/begleitmaterial_PDF.pdf?__blob=publicationFile. Zugegriffen: 15. September 2014.
  10. Tietze, W., Becker-Stoll, F., Bensel, J., Eckhardt, A. G., Haug-Schnabel, G., Kalicki, B., Keller, H., & Leyendecker, B. (Hrsg.). (2012).NUBBEK. Nationale Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit. Fragestellungen und Ergebnisse im Überblick. Broschüre.http://www.nubbek.de/media/pdf/NUBBEK%20Broschuere.pdf. Zugegriffen: 17. September 2014.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Philosphische Fakultät III, Institut für PädagogikMartin-Luther-Universität Halle-WittenbergHalleDeutschland

Personalised recommendations