Advertisement

Warum (dual) studieren?

Die Bedeutung sozialer Herkunft und die Motive Studierender für ein Studium an Fachhochschule oder Berufsakademie
Chapter
  • 1.8k Downloads

Zusammenfassung

Die Destandardisierung von Bildungsverläufen und -strukturen als titelgebender Problematik des vorliegenden Sammelbandes und die Gründe für die Aufnahme eines (dualen) Studiums als Ausgangsfrage dieses Beitrags lassen unter anderem die institutionelle Übergangsstelle vom Abitur in das postsekundäre Bildungssystem in den Fokus rücken. Dabei ist, wie Reimer und Schindler anmerken, auffällig, dass die meisten Untersuchungen aus der Perspektive herkunftsbedingter Bildungsungleichheit nur dahingehend differenzieren, ob ein Hochschulstudium oder kein Hochschulstudium bzw. ein Hochschulstudium oder eine Berufsausbildung aufgenommen wird (vgl. Reimer und Schindler 2010, S. 259). Analysen des Zugangs zu anderen postsekundären Bildungswegen in Deutschland existieren nur vereinzelt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Autorengruppe Bildungsberichterstattung (2014).Bildung in Deutschland 2014. Bielefeld: W. Bertelsmann.Google Scholar
  2. Becker, R. (2011). Entstehung und Reproduktion dauerhafter Bildungsungleichheiten. In R. Becker (Hrsg.),Lehrbuch der Bildungssoziologie (S. 87–138). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  3. Berthold, C.; Leichsenring, H.; Kirst, S. & Voegelin, L. (2009). Demographischer Wandel und Hochschulen. Der Ausbau des Dualen Studiums als Antwort auf den Fachkräftemangel. CHE.http://www.che-consult.de/downloads/Endbericht_Duales_Studium_091009.pdf. Zugegriffen: 26. Januar 2013.
  4. Beverungen, J., & Vogel, P. (2009). Die Evolution des Dualen Studiums – ein Referenzmodell. Von der Berufsakademie zur Dualen Hochschule Baden-Württemberg. In W. Benz (Hrsg.),Handbuch Qualität in Studium und Lehre: Evaluation nutzen – Akkreditierung sichern – Profil schärfen! (S. D 5. 6, 1–18). Berlin: Raabe.Google Scholar
  5. BIBB (2012).Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2012. Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung. Bonn: BIBB.Google Scholar
  6. BIBB (2014).AusbildungPlus. In Zahlen. Trends und Analysen 2013. Bonn: BIBB.Google Scholar
  7. Boudon, R. (1974).Education, Opportunity, and Social Inequality. New York: Wiley.Google Scholar
  8. Bourdieu, P. (1999).Sozialer Sinn: Kritik der theoretischen Vernunft. Frankfurt a. M.: Suhrkamp. Breen, R., & Goldthorpe, J. H. (1997). Explaining educational differentials: towards a formal rational action theory.Rationality and Society,9, 275–305.Google Scholar
  9. Bremer, H., & Lange-Vester, A. (2014). Zur Entwicklung des Konzeptes sozialer Milieus und Mentalitäten. In H. Bremer & A. Lange-Vester (Hrsg.),Soziale Milieus und Wandel der Sozialstruktur. Die gesellschaftlichen Herausforderungen und die Strategien der sozialen Gruppen (S. 13–41). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  10. Budde, J. (2010a). Duales Studium als Aufstiegsprojekt? Bildungswege, Milieulagen und Habitus von Studierenden an Berufsakademien.die hochschule,19, 135–147.Google Scholar
  11. Budde, J. (2010b). Neue Wege in die tertiäre Bildung? Bildungsentscheidungen von Studierenden an Berufsakademien.Das Hochschulwesen,58, 82–87.Google Scholar
  12. Enders, J. (2010). Hochschulen und Fachhochschulen. In D. Simon, Knie, D. & Hornborstel, A. (Hrsg.),Handbuch Wissenschaftspolitik (S. 443–456). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  13. Esser, H. (1999).Soziologie. Spezielle Grundlagen. Frankfurt a. M.: Campus.Google Scholar
  14. Gardenim, D. (2006). Mittlere Arbeitnehmermilieus und Strategien der Respektabilität. In H. Bremer & A. Lange-Vester (Hrsg.),Soziale Milieus und Wandel der Sozialstruktur (S. 308–334). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  15. Geißler, R. (2011).Die Sozialstruktur Deutschlands. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Harney, K.; Hartz, S. & Weischet, M. (2001).Beziehungen zwischen Berufsbildungs- und Hochschulsystem im Medium dualer Studiengänge. Recklinghausen: Forschungsinstitut für Arbeiterbildung.CrossRefGoogle Scholar
  16. Helsper, W., & Kramer, R.-T. (2011). Kulturelle Passung und Bildungsungleichheit – Potenziale einer an Bourdieu orientierten Analyse der Bildungsungleichheit. In H.-H. Krüger, U. Rabe-Kleberg, R.-T. Kramer, J. Budde (Hrsg.),Bildungsungleichheit revisited. Bildung und soziale Ungleichheit vom Kindergarten bis zur Hochschule (S. 103–126). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  17. Hillmert, S. (2008). Soziale Ungleichheit im Bildungsverlauf: zum Verhältnis von Bildungsinstitutionen und Ent-scheidungen. In R. Becker & W. Lauterbach (Hrsg.),Bildung als Privileg? Erklärungen und Befunde zu den Ursachen der Bildungsungleichheit (S. 75–102). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  18. Hillmert, S., & Jacob, M. (2003). Social Inequality in Higher Education. Is Vocational Training A Pathway leading to or Away from University?European Sociological Review,19, 319–334.CrossRefGoogle Scholar
  19. Hillmert, S., & Kröhnert, S. (2003). Differenzierung und Erfolg tertiärer Ausbildungen: die Berufsakademie im Vergleich.Zeitschrift für Personalforschung,17, 195–214.Google Scholar
  20. Kultusministerkonferenz (2004). Einordnung der Bachelorausbildungsgänge an Berufsakademien in die konsekutive Studienstruktur.http://www.akkreditierungsrat.de/fileadmin/Seiteninhalte/KMK/Vorgaben/KMK_Berufsakademien.pdf. Zugegriffen: 26. Januar 2013.
  21. Kramer, J.; Nagy, G.; Trautwein, U.; Lüdtke, O.; Jonkmann, K.; Maaz, K.; Treptow, R. (2011). Die Klasse an die Universität, die Masse an die anderen Hochschulen?Zeitschrift für Erziehungswissenschaft,14, 465–487.CrossRefGoogle Scholar
  22. Kramer, R.-T. (2011).Abschied von Bourdieu? Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  23. Kreckel, R. (2011). Zwischen Spitzenforschung und Breitenausbildung. Strukturelle Differenzierungen an deutschen Hochschulen im internationalen Vergleich. In H.-H. Krüger, U. Rabe-Kleberg, R.-T. Kramer, J. Budde (Hrsg.),Bildungsungleichheit revisited (S. 237–258). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Krempkow, R., & Pastohr,CrossRefGoogle Scholar
  24. M. (2009). Berufsakademien: Unterschätztes Erfolgsmodell tertiärer Bildung? Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des dualen Berufsakademiestudiums am Beispiel Sachsen.die hochschule,18, 71–86.Google Scholar
  25. Müller, W.; Zabeck, J. & Zimmermann, M.(1995a). Forschungsansatz und Forschungsfragen. In J. Zabeck & M. Zimmermann (Hrsg.),Anspruch und Wirklichkeit der Berufsakademie Baden-Württemberg. Eine Evaluationsstudie (S. 29–36). Weinheim: Deutscher Studien Verlag.Google Scholar
  26. Müller, W.; Winter, A.; Zimmermann, M. (1995b). Forschungsmethodische Anlage und Durchführung der Evaluationsstudie. In J. Zabeck & M. Zimmermann (Hrsg.),Anspruch und Wirklichkeit der Berufsakademie Baden-Württemberg. Eine Evaluationsstudie (S. 29–36). Weinheim: Deutscher Studien Verlag.Google Scholar
  27. Müller, W.; Pollak, R.; Reimer, D. & Schindler, S. (2011). Hochschulbildung und soziale Ungleichheit. In R. Becker (Hrsg.),Lehrbuch der Bildungssoziologie (S. 289–327). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  28. Naujoks, P. (2006).Die Qualität von Berufsakademien aus Unternehmenssicht – eine empirische Untersuchung. Dissertation. Flensburg: Universität Flensburg.Google Scholar
  29. Pastohr, M. (2008).Die Leistungsfähigkeit von Systemen tertiärer Bildung an der Schwelle zum Beschäftigungssystem. Eine Untersuchung zur Ausprägung von Wissensstrukturen bei Universitäts-, Fachhochschul- und Berufsakademieabsolventen und zu Erwartungen des Beschäftigungssystems. Dissertation. Dresden: Technische Universität.Google Scholar
  30. Reimer, D., & Schindler, S. (2010). Soziale Ungleichheit und differenzierte Ausbildungsentscheidungen beim Übergang zur Hochschule. In B. Becker & D. Reimer (Hrsg.),Vom Kindergarten bis zur Hochschule. Die Generierung von ethnischen und sozialen Disparitäten in der Bildungsbiographie (S. 251–283). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  31. Reisz, R. D., & Stock, M. (2011). Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung. HoF-Arbeitsberichte 6’11. Lutherstadt Wittenberg: Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.http://www.hof.uni-halle.de/dateien/ab_6_2011.pdf. Zugegriffen: 23. Oktober 2014.
  32. Schmidt, S. H. (2002). Umfang und Bedeutung dualer Bildungssysteme unter besonderer Berücksichtigung der Berufsakademien.Beiträge zur Hochschulforschung,24, 68–90.Google Scholar
  33. Statistisches Bundesamt (2013).Statistisches Jahrbuch. Wiesbaden: Statistisches Bundesamt. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg (2013). Studierende an baden-württembergischen Hochschulen im Wintersemester 2012/13. InStatistische Berichte Baden-Württemberg B III 1– j/13, S. 1–24.Google Scholar
  34. Statistisches Landesamt Freistaat Sachsen (2012). Hochschulen und Berufsakademie im Freistaat Sachsen. InStatistischer Bericht B III 8– j/12, S. 1–420.Google Scholar
  35. Stock, M. (2005).Arbeiter, Unternehmer, Professioneller. Zur sozialen Konstruktion von Beschäftigung in der Moderne. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  36. Thien, H.-G. (2011). Herkunftsmilieu. In W. Fuchs-Heinritz, R. Klima, R. Lautmann, O. Rammstedt & H. Wienold (Hrsg.),Lexikon zur Soziologie (S. 276–277). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  37. Thüringer Landtag (2012). Berufsakademien, Hochschulen und Hochschulentwicklung in Thüringen. Antwort des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf die Große Anfrage der Fraktion der FDP: Druck-sache 5/4893.http://www.parldok.thueringen.de/ParlDok/dokument/46321/berufsakademien-hochschulen-und-hochschulentwicklung-in-th%C3%BCringen.pdf. Zugegriffen: 22. Oktober 2014.
  38. Trautwein, U.; Maaz, K.; Lüdtke, O.; Nagy, G.; Husemann, N., Watermann, R. & Köller, O. (2006). Studieren an der Berufsakademie oder an der Universität, Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule? Ein Vergleich des Leistungsstands, familiären Hintergrunds, beruflicher Interessen und der Studienwahlmotive von (künftigen) Studierenden aus Baden-Württemberg.Zeitschrift für Erziehungswissenschaft,9, 393–412.CrossRefGoogle Scholar
  39. Willich, J.; Buck, D.; Heine, C. & Sommer, D. (2011).Studienanfänger im Wintersemester 2009/10. Wege zum Studium, Studien- und Hochschulwahl, Situation bei Studienbeginn. Hannover: HIS.Google Scholar
  40. Vester, M.; von Oertzen, P.; Geiling, H.; Hermann, T. & Müller, D. (2001).Soziale Milieus im gesellschaftlichen Strukturwandel. Zwischen Integration und Ausgrenzung. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  41. Vester, M. (2004a). Die Illusion der Bildungsexpansion. Bildungsöffnungen und soziale Segregation in der Bundesrepublik Deutschland. In S. Engler & B. Krais (Hrsg.),Das kulturelle Kapital und die Macht der Klassenstrukturen. Sozialstrukturelle Verschiebungen und Wandlungsprozesse des Habitus (S. 13–54). München, Weinheim: Juventa.Google Scholar
  42. Vester, M. (2004b). Die sozialen Milieus und die gebremste Bildungsexpansion. In Literatur- und Forschungsreport Weiterbildung 27(1). Milieus, Arbeit, Wissen: Realität in der Erwachsenenbildung. Dokumentation der Jahrestagung 2003 der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, S. 15–36.http://www.die-bonn.de/doks/report0401.pdf. Zugegriffen: 12. August 2013.
  43. Vester, M. (2006). Die ständische Kanalisierung der Bildungschancen. Bildung und soziale Ungleichheit zwischen Boudon und Bourdieu. In W. Georg (Hrsg.),Soziale Ungleichheit im Bildungssystem. Eine empirisch-theoretische Bestandsaufnahme (S. 13–54). Konstanz: UVK.Google Scholar
  44. Webler, W.-D. (2005). Die Fusion von Fachhochschule und Universität – ein Modell für die Hochschulentwicklung in der Bundesrepublik? Lehren aus der nationalen und internationalen Hochschulentwicklung und Rückschlüsse auf den Fusionsprozess in Lüneburg. In C. Cremer-Renz & H. Donner (Hrsg.),Die innovative Hochschule. Aspekte und Standpunkte: Beiträge zu einer Vortragsreihe anlässlich der Fusion von Fachhochschule Nordostniedersachsen und Universität Lüneburg (S. 9–30). Bielefeld: Universitätsverlag.Google Scholar
  45. Wissenschaftsrat (2002). Empfehlungen zur Entwicklung der Fachhochschulen. Berlin.http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/5102–02.pdf. Zugegriffen: 26. Januar 2013.
  46. Wissenschaftsrat (2004). Stellungnahme zur Evaluation der Berufsakademie in Trägerschaft der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein. Berlin.http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/5912–04.pdf. Zugegriffen: 10. März 2013.
  47. Wissenschaftsrat (2014). Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Berufsakademie Sachsen. Berlin.http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/3643–14.pdf. Zugegriffen: 23. Oktober 2014.
  48. www.studieren.de. Zugegriffen: 18. September 2014.Google Scholar
  49. Zabeck, J. (1995). Zusammenfassende Bewertung der Evaluationsergebnisse. In J. Zabeck & M. Zimmermann (Hrsg.),Anspruch und Wirklichkeit der Berufsakademie Baden-Württemberg. Eine Evaluationsstudie (S. 477–484). Weinheim: Deutscher Studien Verlag.Google Scholar
  50. Zabeck, J., & Zimmermann, M. (1995). Berufsakademie und Wissenschaft. – Zur „Wissenschaftlichkeit“ im Profil der Berufsakademie Baden-Württemberg. In J. Zabeck & M. Zimmermann (Hrsg.),Anspruch und Wirklichkeit der Berufsakademie Baden-Württemberg. Eine Evaluationsstudie (S. 279–298). Weinheim: Deutscher Studien Verlag.Google Scholar
  51. Zimmermann, M. (1995). Die „Nachfrage“ der Abiturienten. – Eine Studie zu den Determinanten der Wahl des Ausbildungsweges und zur Stabilität der Ausbildungsentscheidung. In J. Zabeck & M. Zimmermann (Hrsg.),Anspruch und Wirklichkeit der Berufsakademie Baden-Württemberg. Eine Evaluationsstudie (S. 57–86). Weinheim: Deutscher Studien Verlag.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Philosphische Fakultät III, Institut für PädagogikMartin-Luther-Universität Halle-WittenbergHalleDeutschland

Personalised recommendations