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Optische Messtechniken zur Bewertung innermotorischer Wandfilme

  • Roman Grzeszik
Conference paper
Part of the Proceedings book series (PROCEE)

Abstract

Downsizing verbunden mit Turboaufladung hat bei der Benzindirekteinspritzung zur Entwicklung von sparsameren Verbrennungsmotoren geführt. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber der Saugrohreinspritzung ist bei der Direkteinspritzung die Ladungskühlung, die durch die Verdampfung des Kraftstoffs im Brennraum der Ladung die notwendige Verdampfungsenthalpie entzieht. Nachteilig ist, dass bei gleichgehaltener Motorleistung durch das Downsizing das Hubvolumen und damit der für das Kraftstoffspray zur Verfügung stehende Raum deutlich reduziert ist. Als Folge kann eine Benetzung der Brennraumoberflächen nicht mehr vermieden werden. Gerade im Kaltstart des Motors können die Wandfilme bis Zündeinleitung nicht ausreichend verdampfen und führen während und nach der Verbrennung durch Bildung fetter Gemische zu einer rußenden Verbrennung. Die dabei entstandene Rußmasse ist von untergeordneter Bedeutung. Kritisch ist die hohe Anzahl gebildeter Rußpartikel mit Größen zwischen 23 und 500nm, die aufgrund ihrer geringen Größe lungengängig und damit als gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Durch Beschränkung der Partikelanzahl im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) trägt der Gesetzgeber seit Einführung von EURO6 diesem Sachverhalt Rechnung. Der derzeitige Grenzwert von 6x1012 Partikel/km muss seit 2014 von neuzugelassenen Fahrzeugen erfüllt werden. Offen ist, ob der ab 2017 reduzierte Grenzwert von 6x1011Partikel/km auch ohne einen zusätzlichen kostentreibenden Partikelfilter erreicht werden kann.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  • Roman Grzeszik
    • 1
  1. 1.Robert Bosch GmbHStuttgartDeutschland

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