Wertschöpfungsorientiertes Energiecontrolling

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Zusammenfassung

Die Implementierung des Energiecontrollings ist bisher stärker von der Steuerabteilung als dem strategischen Management getrieben, was zu Defiziten bei der Ausgestaltung der Energieziele und Energiestrategien geführt haben kann, die sich auch im Energiecontrolling niederschlagen. Dementsprechend herrscht in der Praxis ein informationsorientiertes Verständnis des Energiecontrollings vor, bei dem das Energiecontrolling auf die Beschaffung von Verbrauchsdaten und die Ermittlung weiterer Energiekennzahlen reduziert wird. Anhand eines Metamodells einer Controllingkonzeption werden deshalb die Elemente eines wertschöpfungsorientierten Energiecontrollingsystems beschrieben. Diese bestehen aus den Energiecontrollingzielen, den daraus abgeleiteten Energiecontrollingaufgaben sowie den zugehörigen Aufgabenträgern. Diese Elemente des Controllingsystems werden in einen Kontext und eine wertschöpfungsorientierte Controllingphilosophie eingebettet. Aus dieser Beschreibung der Bestandteile des Energiecontrollingsystems und einer Abgrenzung zur Darstellung in dem Normtext der DIN EN ISO 50001:2011 können Energiecontroller Anregungen zur Gestaltung eines unternehmensspezifischen Energiecontrollingkonzeptes gewinnen. Diese beziehen sich auf einen über Energieeffizienzziele hinausreichenden Blick auf die Energieziele und dementsprechend auch auf ein weitergehendes Aufgabenverständnis des Energiecontrollings, welches im Sinne des Gälweilerschen Wertschöpfungskreislaufes nicht nur die Erfolgssphäre (Energieverbrauch), sondern auch die Erfolgspotenziale betrachtet und dementsprechend auch das Investitionscontrolling berücksichtigt.

Literatur

Verwendete Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Ernst & YoungEschbornDeutschland

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