Schulen als Bausteine neuer Stadtquartiere

Chapter

Zusammenfassung

Der soziale Wandel führte in den letzten Jahren zu grundlegenden Veränderungen in den Städten. Das Leben in den Quartieren wird immer vielfältiger und individueller; gleichzeitig geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Mit diesen Veränderungen steigt die Notwendigkeit für eine sozial integrative Stadtentwicklung. Wie kann die pluralisierte Gesellschaft zusammengehalten werden und welche Orte der Begegnung sind in Quartieren der Innenentwicklung notwendig?

Als neue zentrale Bausteine für eine nachhaltige Quartiersentwicklung gewinnen besonders die unterschiedlichen Bildungseinrichtungen an Bedeutung. Sie sind inkludierende Orte der Begegnung und des Austauschs, an denen alltäglich Toleranz eingeübt und nachbarschaftlicher Alltag gelebt werden kann. Innovative Beispiele, die in den letzten Jahren realisiert wurden, zeigen die großen Potenziale für die Stadtquartiere. Zukunftsweisende Bildungslandschaften entstehen besonders dann, wenn die verschiedenen Bereiche der Stadtentwicklung kooperieren und die Bildungseinrichtungen mit dem Quartier eine enge Vernetzung erfahren.

Schlüsselwort

Bildung Bildungslandschaften Quartiersentwicklung Stadtquartiere Integrative Stadtentwicklung Innenentwicklung Integration 

Literatur

  1. Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer Bausparkassen (Hrsg.). (2002). Wohnen mit Kindern (S. 53–54). Schwäbisch-Hall: Eigenverlag.Google Scholar
  2. Bertelsmann Stiftung (2014). Demografie konkret. http://www.wegweiser-kommune.de/projekte/kommunal/nordrhein-westfalen/gelsenkirchen-kinder-bauen-ihre-schule. Zugegriffen: 07. Juni 2014.
  3. Butterwegge, C. (2012). Armut in einem reichen Land. Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird. 3. akt. Aufl. Frankfurt a. M.: Campus.Google Scholar
  4. GfK – Gesellschaft für Konsumforschung (2013). Regensburg ist deutsche Singlehauptstadt. In GfK (Hrsg.), Bevölkerungsstrukturdaten 2012. http://www.gfk.com/de/news-und-events/presse/pressemitteilungen/seiten/regensburg-ist-deutsche-single-hauptstadt.aspx. Zugegriffen: 15. November 2013.
  5. Harlander, T., Bodenschatz, H., Fehl, G., Jessen, J., & Kuhn, G. (2007). Stadtwohnen. Geschichte, Städtebau, Perspektiven. München: DVA.Google Scholar
  6. Harlander, T., Kuhn, G., & Wüstenrot Stiftung (Hrsg.). (2012). Soziale Mischung in der Stadt. Case Studie – Wohnungspolitik in Europa – Historische Analyse. Stuttgart, Zürich: Karl Krämer.Google Scholar
  7. Harnack, M., & Schluchter, S. (2009). Brede School Nesselande, Rotterdam (NL) Ein Haus für Schule und Quartier in einer Neubausiedlung. In Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.), Stadtquartiere für Jung und Alt – europäische Fallstudien (S. 39–44). Werkstatt: Praxis Heft 63.Google Scholar
  8. Häußermann, H. (1995). Die Stadt und die Stadt-Soziologie. Urbane Lebensweise und die Integration des Fremden. Berliner Journal für Soziologie 1/1995, 89–98.Google Scholar
  9. Häußermann, H., Läpple, D., & Siebel, W. (2008). Stadtpolitik. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  10. Heitmeyer, W. (1998). Versagt die ’ Integrationsmaschine ‘ Stadt? In O. Backes, R. Dollase & W. Heitmeyer (Hrsg.), Die Krise der Städte. Analysen zu den Folgen desintegrativer Stadtentwicklung für das ethnisch-kulturelle Zusammenleben (S. 443–468). Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  11. Hochschule für Technik Stuttgart (Hrsg.). (2009). Bildung als Motor der Quartiersentwicklung. Bildung als Standortfaktor. Ein Modellvorhaben der Nationalen Stadtentwicklungspolitik – Stuttgart Neckarpark. Stuttgart.Google Scholar
  12. Hübner, P. (2005). Kinder bauen ihre Schule. Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen. Stuttgart, London: Axel Menges.Google Scholar
  13. Kataikko, P. (2012). Stadtbaustein soziale und schulische Infrastruktur. In Reicher, C. (Hrsg.), Städtebauliches Entwerfen (S. 143–150). Stuttgart: Vieweg + Teubner.Google Scholar
  14. Kuhn, G., & Simon, C. (2004). Aktuelle Projekte in Deutschland. In Wüstenrot Stiftung (Hrsg.), Wohnen im Eigentum in der Stadt (S. 63–197). Stuttgart, Zürich: Karl Krämer.Google Scholar
  15. Kuhn, G., Dürr, S., & Simon, C. (Autoren), LBS-Stiftung Bauen und Wohnen (Hrsg.). (2012). Räume zum Leben. Strategien und Projekte zur Aufwertung des öffentlichen Raums. Stuttgart: SparkassenverlagGoogle Scholar
  16. Landeshauptstadt Stuttgart (Hrsg.). (2007). Revitalisierung des ehemaligen Güterbahnhofs Bad Cannstatt. Stuttgart: Eigenverlag.Google Scholar
  17. Menzl, M. (2010). Das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit in der HafenCity: ein komplexer Balanceakt. Wien, New York: Springer.Google Scholar
  18. Rauterberg, H. (2013). Wir sind die Stadt. Urbanes Leben in der Digitalmoderne. Berlin: Suhrkamp.Google Scholar
  19. Statistisches Bundesamt (2013). Bevölkerung und Erwerbstätigkeit in Deutschland. Haushalte und Familien Ergebnisse des Mikrozensus 2012. Wiesbaden. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/HaushalteMikrozensus/HaushalteFamilien2010300127004.pdf. Zugegriffen: 08. Juni 2014.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Hochschule für Technik Stuttgart (HFT)StuttgartDeutschland
  2. 2.Universität StuttgartStuttgartDeutschland

Personalised recommendations