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Kampagnenführung als Kommunikationsmanagement

Medienübergreifende Gewährleistung von kommunikativem Impact und erkennbarer Botschaft
Chapter

Zusammenfassung

Ohne Leitidee kein Konzept; ohne Konzept keine Kampagne; und keine Kampagne ohne präzise Vorstellung der Zielgruppe in ihrem jeweiligen Medienverhalten. Wenn man Kommunikation aus der Sicht der Zielgruppe betrachtet, kommt man sowieso nicht umhin, eine dramatische Veränderung des Medienverhaltens zu konstatieren. Vgl. hierzu stellvertretend für die Gruppe der Marketing-Entscheider das Statement von Christoph Werner, Marketing-Chef der Handelskette DM: „Wir stellen fest, dass sich Kunden immer stärker im Internet und dabei über Bewegtbild informieren. Also gehen wir mit dem Trend und probieren aus, weil Youtube, ähnlich wie Facebook, als Informations- und Dialogkanal wachsende Bedeutung seitens unserer Kunden findet.“ (Werner 2014). Insofern muss sich auch die Kampagnenkommunikation bis zu einem gewissen Grad opportunistisch verhalten – dem Wandel Rechnung tragen – und ihre Inhalte in denjenigen Medien platzieren, die von den unterschiedlichen Anspruchsgruppen auch real genutzt werden. Die Kommunikation findet eine spezifische Marktsituation an Präferenzen, Medien sowie Werten vor und richtet sich nach diesen aus. Dies gilt umgekehrt nicht. Individualpsychologische und soziologische Prämissen sind daher bei der Kampagnenplanung ebenso zu beachten wie technologische Entwicklungen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

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