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Von Basel I zu Basel III – Darstellung der Veränderungen der regulatorischen Anforderungen und die Auswirkungen auf die Immobilienfinanzierung

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Zusammenfassung

Am 1. Januar 2013 ist mit Inkrafttreten der neuen Eigenkapitalvereinbarung, Basel III, nur sechs Jahre nach seiner Vorgängervereinbarung ein Meilenstein im Aufsichtsrecht erreicht worden. Mit der Umsetzung, dieser beiden Vereinbarungen verfolgt der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht das Ziel, die Mindestkapitalanforderungen für Banken risikosensitiver zu gestalten und anzuheben, sowie die Bankenaufsicht qualitativ zu stärken und die Institute auf mehr Transparenz und Offenlegung zu verpflichten. Mit Basel II sollte auf die zunehmende globale Vernetzung und Dynamik der Finanzsysteme und damit auf ein Gefahrenpotenzial, das immer größere Ausmaße annahm und dessen Dimension zu diesem Zeitpunkt niemand bis in letzter Konsequenz absehen konnte, reagiert werden. Im gleichen Jahr nahm jedoch die Finanz- und Wirtschaftskrise, die sog. Subprime-Krise, in den USA ihren Anfang und entwickelte sich zu einem Finanztsunami, der mit ungeheurer Kraft und Ausdehnung rund um den Erdball lief. Basel III ist die konsequente Fortsetzung des zweiten Eigenkapitalakkords und baut mit seinen Inhalten und Berechnungen auf seinem Vorgänger auf. Gleichwohl geht er aber hinsichtlich seiner Mindestkapital- und Liquiditätsanforderungen weit über Basel II hinaus.

Literatur

  1. 1.
    Unternehmensbilanzstatistik der Deutschen Bundesbank, der Monatsberichte Oktober 2005, Dezember 2007, Januar 2009, Dezember 2011 und Dezember 2013.Google Scholar
  2. 2.
    Unternehmensbilanzstatistik der Deutschen Bundesbank, der Monatsberichte Oktober 2005, Dezember 2007, Januar 2009, Dezember 2011 und Dezember 2013.Google Scholar
  3. 3.
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  4. 4.
    Anm.: Der so gennannten Zehnergruppe gehörten folgende Länder an: Belgien, BRD, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Niederlande, Schweden, USA, UK. Die Schweiz wurde 1984 vollgültiges Mitglied. Darüber hinaus gehörten dem Baseler Ausschuss auch Luxemburg und seit 2001 Spanien an. Die Europäische Zentralbank und die Europäische Kommission nehmen an den Sitzungen teil.Google Scholar
  5. 5.
    Anm. Zone A wird nach § 1 Abs. 5b, Satz 1 wie folgt definiert „[…]die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums, die Vollmitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sofern sie nicht innerhalb der letzten fünf Jahre ihre Auslandsschulden umgeschuldet oder vor vergleichbaren Zahlungsschwierigkeiten gestanden haben, sowie die Staaten, die mit dem Internationalen Währungsfonds besondere Kreditabkommen im Zusammenhang mit dessen Allgemeinen Kreditvereinbarungen getroffen haben.“ Satz 2 weist darauf hin, dass alle übrigen Staaten zu Zone B gerechnet werden.Google Scholar
  6. 6.
    Deutsche Bundesbank, Monatsbericht 01/2002, S. 41.Google Scholar
  7. 7.
    In Anlehnung an: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht 01/2002, S. 43.Google Scholar
  8. 8.
    Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, Konsultationspapier. Die Neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung, April 2003, TZ 45.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, Konsultationspapier. Die Neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung, April 2003, TZ 47, FN 21.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, Konsultationspapier. Die Neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung, April 2003, TZ 180.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, Internationale Konvergenz der Kapitalmessung und Eigenkapitalanforderungen. Überarbeitete Rahmenvereinbarung. Juni 2004, TZ 220.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, Internationale Konvergenz der Kapitalmessung und Eigenkapitalanforderungen. Überarbeitete Rahmenvereinbarung. Juni 2004, TZ 272.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, Internationale Konvergenz der Kapitalmessung und Eigenkapitalanforderungen. Überarbeitete Rahmenvereinbarung. Juni 2004, TZ 247.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, Internationale Konvergenz der Kapitalmessung und Eigenkapitalanforderungen. Überarbeitete Rahmenvereinbarung. Juni 2004, TZ 219.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. Baseler Ausschuss Deutsche Bundesbank, Basel III – Leitfaden zu den neuen Eigenkapital- und Liquiditätsregeln für Banken, Frankfurt 2011, S. 11für Bankenaufsicht, Konsultationspapier. Die Neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung, April 2003, TZ 351.Google Scholar
  16. 16.
    Deposit Insurance Corporation (FDIC), Statistics at a Glance, December 31, 2013.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Deutsche Bundesbank, Basel III – Leitfaden zu den neuen Eigenkapital- und Liquiditätsregeln für Banken, Frankfurt 2011, S. 11.Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. Deutsche Bundesbank, Basel III – Leitfaden zu den neuen Eigenkapital- und Liquiditätsregeln für Banken, Frankfurt 2011, S. 15.Google Scholar
  19. 19.
    Nähere Erläuterungen dazu Deutsche Bundesbank, Basel III – Leitfaden zu den neuen Eigenkapital- und Liquiditätsregeln für Banken, Frankfurt 2011, S. 12.Google Scholar
  20. 20.
  21. 21.
    Vgl. European Banking Authority, 2011 EU-wide stress test, 2012.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. European Banking Authority, Basel III monitoring exercise – Results based on data as of 30 June 2013, 2014.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.NörtershausenDeutschland

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