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Bankwirtschaft pp 123-139 | Cite as

Wertpapiergeschäft

  • Detlef Hellenkamp
Chapter
Part of the Studienwissen kompakt book series (SK)

Zusammenfassung

Das Wertpapiergeschäft hat für Universalbanken und ausgewählte Spezialinstitute eine hohe geschäftspolitische Relevanz. Kreditinstitute können grundsätzlich Wertpapiergeschäfte im eigenen Namen und für eigene Rechnung (Eigenhandel) und im eigenen Namen für fremde Rechnung (i. d. R. für einen Kunden) durchführen (Kommissionsgeschäfte).

In bestimmten Kundensegmenten der Kundenbetreuung, beispielsweise der Vermögenskundenbetreuung, ist das Wertpapiergeschäft ein zentrales Geschäftsfeld. Banken generieren aus Kommissionsgeschäften Provisionserträge und sind dadurch unabhängiger von den erzielten Zinserträgen im Aktiv- (Kredit) und Passivgeschäft (Einlagen).

Aufgrund der Auswirkungen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007 hat der Regulierungsdruck im Wertpapiergeschäft in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die zahlreichen regulatorischen Vorgaben ganzheitlich zu kontrollieren und die gesetzlichen Vorgaben vollständig im eigenen Unternehmen zu implementieren ist inzwischen selbst für Großbanken mit gut besetzten Rechts- und Compliance-Abteilungen eine große Herausforderung. Da es insbesondere kleinen Kreditinstituten oftmals an Ressourcen mangelt, um die zahlreichen Änderungen durchzuführen, stehen diese zunehmend vor Problemen. Exemplarisch seien hierzu in der Anlageberatung mit Privatkunden die Einführung von Produktinformationsblätter, Beratungsprotokolle, Beraterregister sowie die geplanten Anpassungen der Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) ab 2017 aufgeführt, (Abschn. 4.4.5).

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Duale Hochschule Baden-WürttembergStuttgartDeutschland

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