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Ergebnisse der Schulbuchanalysen

Chapter
Part of the Interkulturelle Studien book series (IKS)

Zusammenfassung

Die Schulbuchanalysen haben insgesamt deutlich gemacht, dass die Inhalte der nordrhein-westfälischen Schulbücher den öffentlichen Diskursen folgten, wenngleich mit zum Teil erheblicher Verzögerung. Da die Arbeitsmigration in den Anfangsjahren kein politisches oder mediales Thema war − zu unumstritten erschien die Notwendigkeit der Ausländerbeschäftigung −, wurde es auch nicht für wert befunden, in Schulbüchern behandelt zu werden. Dies bestätigte die Durchsicht der in Nordrhein-Westfalen für den Politikunterricht zugelassenen Schulbücher der 1960er- und frühen 1970er-Jahre. So fanden sich etwa in den Werken Binder/Steinbügl, „Unsere Zeit“ aus dem Jahr 1966, Buchner u. a., „Einigkeit und Freiheit“ aus dem Jahr 1969 oder Synwoldt/Matzdorf, „Wir“ aus dem Jahr 1971 weder in den Inhaltsverzeichnissen und Sachregistern noch bei der kursorischen Durchsicht verwertbare Hinweise. Dies galt ebenso für die meisten für den Oberstufenunterricht gedachten Schulbücher. Das Werk „Welt der Politik“ von Friedrich-Wilhelm Dörge u. a. aus dem Jahr 1967 enthielt im Sachregister zwar zwei Vermerke auf „Gastarbeiter“, doch waren die entsprechenden Inhalte für eine weitergehende Analyse nicht hinreichend. In dem Lehrbuch „Welt der Politik“ von Hans-Hermann Hartwich u. a. fanden sich sowohl in der Ausgabe aus dem Jahr 1968 wie in der aus dem Jahr 1971 keine Inhalte zum Thema „Migration“.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.DürenDeutschland

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