Dann fragt doch das Volk: Direkte Demokratie als Mittel der strategischen Kommunikation am Beispiel der Hamburger Seilbahn – Wie Bürgerentscheide ein Mittel der Beteiligung werden können und was dabei zu beachten ist

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Zusammenfassung

Der Bürger, das unbekannte Wesen. Zahlreiche Studien und Beiträge fragen, wie Bürger bei großen Bau- und Investitionsprojekten richtig zu beteiligen sind. Ministerien, Verbände und Behörden geben Richtlinien zur Öffentlichkeitsbeteiligung heraus. Die Botschaft ist klar: Es sollte möglichst früh und offen kommuniziert und einbezogen werden. Doch was, wenn die Fronten nicht aufzulösen sind und niemand, aus Angst vor Gegenwind, eine (unpopuläre) Entscheidung treffen möchte? Kann die direkte Demokratie hier Lösungswege aufzeigen?

Bei einem Bürgerentscheid steht am Ende ein klares Votum dafür oder dagegen. Es kann sich aus Sicht einer Interessengemeinschaft daher lohnen, alles auf eine Karte zu setzen. In Hamburg haben es die Befürworter einer Seilbahn über die Elbe getan – und verloren. Unter welchen Vorausetzungen dies geschah und was am Ende den Ausschlag gab, zeigt der folgende Artikel.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Geschäftsführer RaikeSchwertnerAgentur für KommunikationsberatungHamburgDeutschland

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