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Was folgt auf die Zwischennutzung? Modelle der Verstetigung temporärer Raumaneignungen in Leipzig

  • Matthias WendtEmail author
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Part of the Quartiersforschung book series (QF)

Zusammenfassung

Bis vor wenigen Jahren waren niedrige Mieten, hoher Leerstand und ein geringer Sanierungsstand in vielen Leipziger Quartieren weit verbreitet. Leer stehende Altbauten und aufgegebene Fabrikareale boten Raum für experimentelle Nutzungen durch Projekte und Initiativen in den Übergangsbereichen von Wohnen, Kultur, Handwerk, Kunst und Kreativwirtschaft. In eigeninitiativ angeeigneten Räumen und intermediär vermittelten Wächterhäusern haben die auch als „moderne Hausbesetzer“ (Löhr 2012) apostrophierten Akteure gerade in einigen Quartieren des Leipziger Westens Nischen besetzt und im Windschatten stadträumlicher Aufwertungsprozesse günstige Bedingungen für die Erprobung ihrer Ideen und die Befriedigung ihrer Raumbedürfnisse gefunden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Lehrstuhl für WirtschaftsgeographieUniversität BayreuthBayreuthDeutschland

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