Die Grundbedürfnisse des Menschen und deren Einfluss auf seine Gesundheit

Chapter

Zusammenfassung

Die frühen Grundbedürfnisse des Menschen sind Essen, Trinken, Schlafen und Elternbindung. Es folgen die sozialen Bedürfnisse der erweiterten Bindungen (Freundschaft, Liebe, Gruppenzugehörigkeit) des heranwachsenden Kindes und Jugendlichen. Die Befriedigung der Ich-Bedürfnisse charakterisiert das Erwachsenenleben (Anerkennung, Geltung, Erfolg), um im Sinne Maslows [Maslow Motivation und Persönlichkeit, 1999] der Selbstverwirklichung möglichst nahe zu kommen. Der Lebensweg eines jeden wird Erfolge und Misserfolge aufweisen. Der beste Garant für geistig-seelische und körperliche Gesundheit, die nicht nur von der Genetik, sondern in gleicher Weise auch von der Epigenetik (unabhängig von genetischer Grundausstattung, Erfahrung) abhängt, ist das Erfüllen eben dieser Grundbedürfnisse. Je mehr der Mensch sich davon entfernt, desto größer ist das Risiko zu erkranken. Diese Hypothese möchte ich in diesem Beitrag vertreten. Auf die den Beitrag ergänzenden Buchbeiträge – insbesondere zum Thema Resilienz – verweise ich ausdrücklich.

Literatur

  1. 1.
    Bowlby, J. (2006). Bindung und Verlust. Mutterliebe und kindliche Entwicklung. München, Basel: Ernst Reinhardt.Google Scholar
  2. 2.
    Einstellungen zu Demokratie und Sozialstaat, Demokratie und politische Partizipation Datenreport (2013). D. Fuchs Universität Stuttgart, Institut für Sozialwissenschaften, E. Roller Johannes, Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Politikwissenschaft, WZB/SOEP).Google Scholar
  3. 3.
    Ermann, M., Frick, E., Kinzel, C., & Seidl, O. (2014). Einführung in die Psychosomatik und Psychotherapie, Kohlhammer. (3. Auflage). (Auch für den interessierten medizinischen Laien sehr guter Literatureinstieg zum Thema psychosomatische Erkrankungen). Stuttgart: W. Kohlhammer GmbH.Google Scholar
  4. 4.
    ICD-10-GM (2015). Alphabetisches Verzeichnis. 10. Revision – German Modification 2015. Bearbeitet von Dr. med. Bernd Graupner. Deutscher Ärzte-Verlag GmbH, Köln.Google Scholar
  5. 5.
    Kahneman, D. (2012). Schnelles Denken, langsames Denken.München: Siedler-Verlag.Google Scholar
  6. 6.
    Kandel, E. R. (2006). Auf der Suche nach dem Gedächtnis. Die Entstehung einer neuen Wissenschaft des Geistes. München: Siedler-Verlag.Google Scholar
  7. 7.
    Maslow Abraham Harold. (1999). Motivation und Persönlichkeit. Reinbek: Rowohlt Taschenbuch, Verlag.Google Scholar
  8. 8.
    McClelland, D.C. (a) The need for power, brain norepinephrine turnover, and memory. In: Motivation and Emotion. Volume 9, No. 1, March (1985); (b) The relationship of affiliative arousal to dopamine release. In: Motivation and Emotion. Volume 11, No. 1, March (1987); (c) Achievement motivation in relation to achievement-related recall, performance, and urine flow, a marker associated with release of vasopressin. In: Motivation and Emotion. Volume 19, No. 1, March (1995).Google Scholar
  9. 9.
    Metzinger, T. (2009). Der Ego-Tunnel. Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik.Berlin: Berlin Verlag.Google Scholar
  10. 10.
    Paschen, M., & Dihsmaier, E. (2011) Psychologie der Menschenführung.Berlin: Springer Verlag.Google Scholar
  11. 11.
    Roth, G. (2001). Fühlen, Denken, Handeln. Wie das Gehirn unser Verhalten steuert.Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag.Google Scholar
  12. 12.
    Searle, J. R. S. (2006). Geist: Eine Einführung.Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag.Google Scholar
  13. 13.
    Singer, W. (2004). Verschaltungen legen uns fest. Wir sollten aufhören, von Freiheit zu sprechen. In: C. Geyer (Hrsg.), Hirnforschung und Willensfreiheit. Zur Deutung der neuesten Experimente.Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag.Google Scholar
  14. 14.
    Tomasello, M. (2014). Eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens. Berlin: Suhrkamp Verlag.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.GießenDeutschland

Personalised recommendations