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Theoretische Verortung, Gegenstand und Bezugslinien

  • Ulrike DeppeEmail author
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Part of the Studien zur Schul- und Bildungsforschung book series (SZSBF, volume 54)

Zusammenfassung

Im Folgenden werden die zentralen Bezugstheorien, Begriffe sowie der Gegenstand der Studie umrissen. Diese sollen als heuristischer Rahmen für die empirische Studie verstanden werden. Eine Studie, die sich mit sozialer Ungleichheit beschäftigt, geht immer von einer grundlegenden Prämisse aus, die nicht unterschlagen werden darf: dass gesellschaftliche Differenzierungsprozesse zu einer ungleichen Verteilung zentraler (auch umkämpfter) gesellschaftlich relevanter Ressourcen geführt haben, die einige Teile der Bevölkerung mehr oder weniger privilegieren. Eine ungleichheitsorientierte Studie geht weiterhin davon aus, dass Handlungspraktiken existieren, die, wenn auch nicht einzelnen Individuen und Gruppen bewusst und reflexiv verfügbar, so doch praktisch unmittelbar wirksam, jene Ungleichverteilung zentraler Güter und Ressourcen, zu denen Bildung gezählt wird, legitimieren und praktisch perpetuieren. Methodologisch werden Brückenschläge zwischen Bourdieu und wissenssoziologisch fundierter Mikrosoziologie vorgenommen, um eine Untersuchung von Bildungsungleichheit aus einer Akteurperspektive zu begründen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Martin-Luther-UniversitätHalle-WittenbergDeutschland

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