Alternative Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer – ein nur theoretischer Ansatz

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Zusammenfassung

Im Zuge des im Jahr 2000 verabschiedeten Steuersenkungsgesetzes und den mit der Einführung des Halbeinkünfte/Halbhinzurechnungsverfahrens verbundenen Folgen für die Kirchensteuer (s. Kap. 12.2) durch die systematische Änderung bei der Besteuerung der Einkünfte nach § 3 Nr. 40 EStG ist in der öffentlichen/politischen Diskussion die Frage nach der Leistungsfähigkeit der kirchlichen Körperschaften durch vermutet zurückgehende Einnahmen geführt worden. Um einer mit der Gesetzesänderung vermuteten „Finanzkrise“ vorzubeugen wurde vorgeschlagen, mit der Anknüpfung der Kirchensteuer an eine andere Bemessungsgrundlage diesen Szenarien zu begegnen. Konkret benannt wurde als Anknüpfungspunkt u. a. das „Brutto“. Damit, so die Argumentation, könnten die Kirchen Steuerausfälle kompensieren. Was allerdings unter dem „Brutto“ verstanden werden sollte, ist offen geblieben.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)Wedemark - BissendorfDeutschland

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