Besteuerung der Ertragsebene

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Zusammenfassung

Die Besteuerung der laufenden Erträge aus Kapitalvermögen erfolgt nach den Besteuerungsvorschriften des § 20 Abs. 1 EStG. Sie stellen die Früchte aus den Wertpapieranlagen dar und führen zu steuerpflichtigen Einkünften beim privaten Kapitalanleger.

Die Kapitalerträge werden demjenigen zugerechnet, der sie erzielt. Dies ist in der Regel der Inhaber der Kapitalanlage, z. B. der Wertpapierinhaber, der Anteilseigner bei Dividenden, der Darlehensgeber oder der stille Gesellschafter. Bei Gemeinschaftskonten (Und-/Oder-Konten) sind diese je zur Hälfte den Ehegatten zuzurechnen, unabhängig von der Herkunft der Mittel. Dies gilt, sofern nicht anderslautende vertragliche (schriftliche, im Voraus vereinbarte) Regelungen bestehen.

Der Besteuerungszeitraum in der Einkommensteuer ist das Kalenderjahr. Um die positiven und negativen Einnahmen dem jeweiligen Kalenderjahr zuordnen zu können, gilt das Zufluss-Abfluss-Prinzip. Das bedeutet, dass positive Einnahmen dann steuerlich erfasst werden, wenn sie zugeflossen sind; negative Einnahmen können im Zeitpunkt ihres Abflusses geltend gemacht werden.

Dabei richtet sich der Zuflusszeitpunkt bei Kapitalerträgen nach der Zahlbarkeit, d. h. der Fälligkeit der Erträge. Für welchen Zeitraum die Zahlung der Erträge erfolgt, oder wann die tatsächliche Gutschrift beim Anleger vorgenommen wird, spielt bei der Beurteilung des Zuflusszeitpunktes keine Rolle.

Literatur

  1. Weber-Grellet, H. 2008. NJW, S. 545Google Scholar
  2. Weber-Grellet, H. 2014. L. Schmidt: Einkommensteuer. Kommentar. München: Verlag C.H.Beck.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.PettendorfDeutschland
  2. 2.KöferingDeutschland

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