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Respekt vor der Leistung des Autors

Interview mit Hubert Klöpfer vom Klöpfer & Meyer Verlag, Tübingen
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Zusammenfassung

Klöpfer: Es gibt viele Wege und Gelegenheiten Autoren zu finden. Ganz wichtig ist die Verflechtung, das Netzwerk. Und in der Tat, mit zunehmendem Alter, mit gewachsener Verlags- und Verlegererfahrung, ist mein Netz, mein Autorenfangnetz, natürlich größer geworden. Ich bin eigentlich gar nicht mehr so sehr auf der Suche nach neuen Autoren. Viele Autoren, die ich kenne, bieten mir ihre Arbeiten an. Ich arbeite mit Autoren, deren literarische Qualität ich gemeinhin einzuschätzen vermag. Darüber hinaus bekommen wir, wie wohl jeder literarische Verlag, wirklich unsäglich viele Manuskripte „einfach so“ angeboten, ungefähr 25 bis 35 Stück in der Woche. Von diesen ungefähr 1.200, 1.300 Manuskriptangeboten werden gerade ein, zwei oder höchstens drei im Jahr tatsächlich zum Buch. Manchmal, und das macht eine besondere Entdeckerfreude aus, finde ich neue Autoren bei Vorträgen oder Lesungen. Vor zwei Jahren etwa habe ich in Wangen beim „Literatur-Forum Oberschwaben“ zwei Autoren lesen gehört und für gut befunden, beide wurden für den Verlag gewonnen. Es ist aber so, dass ich kein „Jungverleger“ mehr bin und daher leider nicht mehr ganz so nah an den „Nachwuchsleserinnen und -lesern“. Das ist sicher ein gewisses Manko, denn ich freue mich eigentlich über den Nachwuchs. Aber guten jungen Nachwuchs zu finden, ist gar nicht so einfach.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Klöpfer & MeyerTübingenDeutschland

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