Wahlkampfmotivation statt Bürgerdialog?

Die Europawahl 2014 im Social Web
Chapter

Kurzzusammenfassung

Parteien kommunizieren in Sozialen Netzwerken direkt und ungefiltert mit Bürgern. Dieser Beitrag vergleicht die Kommunikation der nationalen Parteien in Deutschland, Großbritannien, Irland und den Niederlanden in den letzten vier Wochen vor der Europawahl über das soziale Netzwerk Facebook. Untersucht wurden Europabezug, Kommunikationsintensität und Themenschwerpunkte. So konnte festgestellt werden, dass die Nutzungsintensität zwischen Ländern und Parteien sehr heterogen ist und es kaum gemeinsame Trends gibt. Insgesamt nimmt die Zahl der Postings zum Wahltermin hin zu. Die Mehrzahl der Posts der nationalen Parteien hat einen Bezug zu Europa in dieser Phase. Thematisch konnte für alle untersuchten Parteien festgestellt werden, dass sie Social Media nicht zur Kommunikation über klassische politische Themenfelder oder aktuell in den Medien diskutierte Themen nutzen.

Schlagworte

Social Media, Facebook, Parteien, Wahlkampf, Internet, Europa, Europawahl 2014 

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Baringhorst S (2009) Politischer Protest im Netz – Möglichkeiten und Grenzen der Mobilisierung transnationaler Öffentlichkeit im Zeichen digitaler Kommunikation. In: Marcinkowski F, Pfetsch B (Hrsg) Politik in der Mediendemokratie. VS-Verlag, Wiesbaden, S 609–634CrossRefGoogle Scholar
  2. Bieber C, Schwöbel C (2011) Politische Online-Kommunikation im Spannungsfeld zwischen Europa- und Bundestagswahl. In: Tenscher J (Hrsg) Superwahljahr 2009. Vergleichende Analysen aus Anlass der Wahlen zum Deutschen Bundestag und zum Europäischen Parlament. VS-Verlag, Wiesbaden, S 223–244Google Scholar
  3. Dalton RJ (2007) Partisan mobilization, cognitive mobilization and the changing American electorate. Electoral Studies 26:274–286. doi:101016/j.electstud.2006.04.009CrossRefGoogle Scholar
  4. Donges P (2008) Medialisierung politischer Organisationen. Parteien in der Mediengesellschaft. VS-Verlag, WiesbadenGoogle Scholar
  5. Elter A (2013) Interaktion und Dialog? Eine quantitative Inhaltsanalyse der Aktivitäten deutscher Parteien bei Twitter und Facebook während der Landtagswahlkämpfe 2011. Publizistik 58:201–220. doi:10.1007/s11616-013-0173-1CrossRefGoogle Scholar
  6. Elter A, Köhler A (2014) „Interaktion mit dem Wähler?“ – Wie Parteien Social Media auf subnationaler Ebene nutzen am Beispiel deutscher Landtagswahlen. In: Sievert H, Nelke A (Hrsg) Social-Media-Kommunikation nationaler Regierungen in Europa. Springer VS, Wiesbaden, S 50–58Google Scholar
  7. Emmer M, Vowe G (2004) Mobilisierung durch das Internet? Ergebnisse einer empirischen Längsschnittuntersuchung zum Einfluss des Internets auf die politische Kommunikation der Bürger. Politische Vierteljahresschrift 45:191–212. doi:10.1007/s11615-004-0031-xCrossRefGoogle Scholar
  8. Europäische Kommission (2012) Life online. http://ec.europa.eu/digital-agenda/sites/digital-agenda/files/scoreboard_life_online.pdf. Zugegriffen: 10. Juni 2014
  9. Eurobarometer (2013) Standard Eurobarometer 80: Die öffentliche Meinung in der Europäischen Union. http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/eb/eb80/eb80_first_de.pdf. Zugegriffen: 10. Juni 2014
  10. Gerhards J, Schäfer M (2007) Demokratische Internet-Öffentlichkeit? Ein Vergleich der öffentlichen Kommunikation im Internet und in den Printmedien am Beispiel der Humangenomforschung. Publizistik 52:210–228. doi:10.1007/s11616-007-0084-0CrossRefGoogle Scholar
  11. Jungherr A, Schoen, H (2013) Das Internet in Wahlkämpfen: Konzepte, Wirkungen und Kampagnenfunktionen. VS-Verlag, WiesbadenCrossRefGoogle Scholar
  12. Kluver R, Jankowski NW (2007) The Internet and National Elections: A comparative Study of Web Campaigning. Routledge, London, New YorkGoogle Scholar
  13. König E (2014) Europäische Großbaustellen. Aus Politik und Zeitgeschichte 64:25–30Google Scholar
  14. Koopmans R, Zimmermann A (2010) Transnational political communication on the internet. In: Koopmans R, Statham P (Hrsg) The making of a European public sphere. Cambridge University Press, Cambridge, New York, S 171–194CrossRefGoogle Scholar
  15. Marcinkowski F, Metag J (2013) Lassen sich mit dem Internet Wählerstimmen gewinnen? Befunde zu drei deutschen Wahlen. Publizistik 58:23–44. doi:10.1007/s11616-013-0168-yCrossRefGoogle Scholar
  16. Meckel M (2011) Politiker im Netz. http://isprat.net/fileadmin/downloads/pdfs/ISPRAT_Politiker_im_Netz_Uni_St_Gallen_Zb.pdf. Zugegriffen: 10. Juni 2014
  17. Mudde C (2014) Rechtsaußen, die Große Rezession und die Europawahlen 2014. Aus Politik und Zeitgeschichte 64:16–24Google Scholar
  18. Neuberger C (2007) Interaktivität, Interaktion, Internet. Eine Begriffsanalyse. Publizistik 52:33–50. doi:10.1007/s11616-007-0004-3CrossRefGoogle Scholar
  19. Schweitzer EJ (2005) Der Einsatz des Internets im Europawahlkampf: Ergebnisse einer Inhalts- und Strukturanalyse nationaler Partei- und Kampagnen-Websites zur Europawahl 2004. In: Hotz-Bacha C (Hrsg) Europawahl 2004. VS-Verlag, Wiesbaden, S 123–152CrossRefGoogle Scholar
  20. Siedschlag A (2002) Politologische Annährungen an die digitale Demokratie – Ein Kommentar zum Forschungsstand. http://esci.at/eusipo/iup_sota.pdf. Zugegriffen: 04. September 2013
  21. Sievert H, Nelke A (2014) Social-Media-Kommunikation nationaler Regierungen in Europa. Springer VS, WiesbadenCrossRefGoogle Scholar
  22. Tenscher J (2010) Salto mediale? Medialisierung aus der Perspektive deutscher Landtagsabgeordneter. In: Edinger M, Patzelt W (Hrsg) Politik als Beruf. VS-Verlag, Wiesbaden, S 375–395Google Scholar
  23. Tenscher J (2011) (K)eine wie die andere? Zur vergleichenden Analyse der Europa- und Bundestagswahlen 2009. In: Tenscher J (Hrsg) Superwahljahr 2009. Vergleichende Analysen aus Anlass der Wahlen zum Deutschen Bundestag und zum Europäischen Parlament. VS-Verlag, Wiesbaden, S 7–38Google Scholar
  24. Thimm C, Einspänner J, Danh-Anh M (2012) Twitter als Wahlkampfmedium. Modellierung und Analyse politischer Social-Media-Nutzung. Publizistik 57:293–313. doi:10.1007/s11616-012-0156-7CrossRefGoogle Scholar
  25. Vowe G (2006) Mediatisierung der Politik? Ein theoretischer Ansatz auf dem Prüfstand. Publizistik 51:437–455. doi:10.1007/s11616-006-0239-4CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Programme Manager Media SchoolHochschule Macromedia KölnKölnDeutschland

Personalised recommendations