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Die Neue Ökonomische Geographie

  • Oliver Farhauer
  • Alexandra Kröll
Chapter

Zusammenfassung

Die Neue Ökonomische Geographie ist ein relativ junger Bereich der Volkswirtschaftslehre. Sie zeichnet sich dadurch aus, die Standortentscheidungen von Unternehmen und Konsumenten ins Zentrum ihrer Betrachtungen zu stellen und damit zu illustrieren, wie eine ungleichmäßige Verteilung der wirtschaftlichen Aktivität im Raum zustande kommt. Besonders hervorzuheben ist bei diesem Ansatz, dass die Standortentscheidungen der einzelnen Individuen endogen, also aus einem Modell heraus, bestimmt werden. Der wohl bekannteste Vertreter der Neuen Ökonomischen Geographie, der für seine Pionierarbeit auf diesem Gebiet im Jahr 2008 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt, ist der US-amerikanische Ökonom Paul Krugman. Er forschte insbesondere auf dem Gebiet der internationalen Ökonomik und durch deren Verbindung mit Überlegungen der klassischen Standortlehre etablierte er den neuen Theoriezweig. Die Neue Ökonomische Geographie strebt gewissermaßen eine Synthese der Außenhandelstheorie und der traditionellen Standorttheorien an, welche die Vorzüge beider Theorien miteinander kombiniert.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Lehreinheit für VolkswirtschaftslehreUniversität PassauPassauDeutschland

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