Besonderheiten latenter Steuern

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Zusammenfassung

Insbesondere begründet durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, welches 2010 in Kraft trat und die handelsrechtliche Rechnungslegung in eine Alternative zur IFRS verwandeln sollte, wurden zahlreiche Neuerungen eingeführt, die die ohnehin schon bestehenden Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz weiter ergänzten. Daneben wurde ebenso die umgekehrte Maßgeblichkeit abgeschafft, wonach steuerlich motivierte Wahlrechtsausübungen ebenso gleichlautend in der Handelsbilanz auszuüben waren. Somit bedingt ist ebenso der handelsrechtliche Sonderposten mit Rücklageanteil ersatzlos entfallen. Dieser diente insbesondere der Abbildung der steuerlichen Rücklagen zur Übertragung stiller Reserven auf andere Wirtschaftsgüter (bspw. § 6b EStG, R. 6.6 EStR). Faktisch besteht nunmehr, stark verschärft durch die aufgeführten und durch das BilMoG initiierten Änderungen in zahlreichen Bilanzpositionen, eine Abweichung zwischen Handels- und Steuerbilanz. Eine Einheitsbilanz ist in weite Ferne gerückt worden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Fachhochschule BielefeldBielefeldDeutschland

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