Teil und Ganzes

Chapter

Zusammenfassung

Unsere gebaute Umwelt besteht aus Teilen, die nach bestimmten Regeln zusammengesetzten sind: Bauteile im kleinen Bereich, Gebäudeteile im mittleren Bereich und ganze Häuser oder Stadtteile im grossen Bereich. Jedes Ganze ist wiederum Teil eines noch umfassenderen Ganzen. Zum Beispiel kann eine Schraube Teil eines Stahlträgers sein und dieser wiederum Teil eines Gebäudevordaches. Das Ganze ist jeweils mehr als die Summe aller beteiligten Teile. Um die Erscheinungsform, den Ausdruck eines Ganzen, eines Gebäudes zu verstehen und einordnen zu können, soll in drei Schritten vorgegangen werden. In einem ersten Schritt befassen wir uns mit drei Aspekte der Teile: mit ihrer sichtbaren Anzahl am Ganzen, mit ihrer Art und mit der Möglichkeit, wie die Teile untereinander geordnet sein können. Während in diesem ersten Schritt diese drei Aspekte unabhängig voneinander untersucht werden, werden in einem zweiten Schritt die möglichen Zusammenhänge je zweier dieser Aspekte untersucht: zum Beispiel in welcher Relation können Art und Anzahl Teile stehen. In einem dritten Schritt werden die möglichen Zusammenhänge aller drei Aspekte betrachtet. Die Art, wie diese drei Aspekte — Art und Anzahl Teile sowie ihre Beziehung untereinander — an einem Gebäude geregelt ist, sagt etwas aus über dessen Stil.

Literatur

  1. Arnheim, Rudolf: Kunst und Sehen, Berlin, 1978 (Originaltitel: Art and Visual Perseption, Berkeley, 1954)Google Scholar
  2. Birkner, Othmar: Eiffelturm (in: Archithese 4/1980)Google Scholar
  3. Blaser, Werner: Hofhaus in China, Basel, 1979Google Scholar
  4. Bock, Thomas: Leichtbau und System in: DETAIL, Heft Nr. 7/8, 2006Google Scholar
  5. Böhm, Florian: Zum Stand der Kunst des industriellen Bauens. in: arch+, Heft Nr. 158, 2001Google Scholar
  6. Kahn, Louis: Ordnung ist, 1960 (in: Programme und Manifeste zur Architektur des 20. Jahrhunderts, Braunschweig, 1981)Google Scholar
  7. Le Corbusier: Ausblick auf eine Architektur, Berlin, 1969 (Originaltitel: Vers une architecture, Paris, 1923)Google Scholar
  8. Le Corbusier: CIAM‐Erklärung von La Sarraz, 1928 (in: Programme und Manifeste zur Architektur des 20. Jahrhunderts, Braunschweig, 1981)Google Scholar
  9. Moholy‐Nagy, Sibyl: Die Stadt als Schicksal, München, 1970 (Originaltitel: Matrix of Man – An illustrated History of Urban Environment, New York, 1968)Google Scholar
  10. Moore, Charles: Place of houses, New York, 1979 (1974) (Übersetzung: J.K. Grütter)Google Scholar
  11. Prouvé, Jean: Vortrag am Kongress der U.I.A., Delft, 1964 (in: Huber Benedikt, Jean Prouvé, Zürich, 1971)Google Scholar
  12. Thilo, Thomas: Klassische chinesische Baukunst, Zürich, 1978 (1977)Google Scholar
  13. Vogt, Adolf Max: Revolutionsarchitektur, Köln, 1974Google Scholar
  14. Volwahsen, Andreas: Indien, Fribourg, 1968Google Scholar
  15. Werner, Ernst: Der Kristallpalast zu London 1851, Düsseldorf, 1970Google Scholar
  16. Wölfflin, Heinrich: Kunstgeschichtliche Grundbegriffe, Basel, 1984 (1915)Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.BernSchweiz

Personalised recommendations