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Die Große Finanzkrise nach dem Zusammenbruch einer „systemrelevanten“ Investmentbank 2008

  • Paul KellermannEmail author
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Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

In der Begriffswelt um Geld wechselte nach der Jahrtausendwende rasch die Bedeutung von „Investment“: Es überwog nach und nach die Investition von Geld („Zahlungsmittel“) in Finanzwerte („Geldware“) anstelle von Investitionen in Produktionsmittel wie Maschinen oder auch in die Qualifikation des gegebenen Arbeitsvermögens. Je mehr sich diese gewandelte Bedeutung von Investition durchsetzte, desto mehr wurde in Geld als Ware investiert. Das steigerte die Nachfrage nach diesen finanziellen Waren, weshalb zunächst die Preise stiegen und daraufhin das Angebot stetig ausgeweitet wurde. Die Ausweitung erfolgte in Weiterentwicklungen von traditionell gehandelten Finanzwerten wie Aktien; diese gelten als entsprechende Eigentumsanteile an Unternehmen, die reale Werte („Gebrauchswerte“) schaffen. Unternehmensgewinne werden anteilig als Dividende an die shareholder ausgezahlt. Zur Vermehrung der Finanzware lassen sich mehrere Aktienbündel kreativ auf abstrakter Ebene zu einem Fonds zusammenfassen und seine Anteile, die kein Stimmrecht begründen, verkaufen. Die erhaltenen Dividenden für die Aktien des Fonds werden nach Abzug der Verwaltungskosten an die Käufer von Fondsanteilen weitergegeben.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für SoziologieAlpen-Adria-Universität KlagenfurtKlagenfurtÖsterreich

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