Advertisement

Ökonomie der Medienmärkte

  • Ralf Dewenter
  • Jürgen Rösch

Zusammenfassung

In den letzten Jahren hat der gesamte Mediensektor extreme Veränderungen erfahren. Neue Technologien, neue Geschäftsmodelle, die Digitalisierung sowie die Konvergenz der Medien haben alte Strukturen aufgebrochen und zu einer besonders dynamischen Entwicklung geführt. Mit den Medienmärkten, verändert sich aber auch die Medienökonomie und damit auch die Medienökonomik. Aus der Digitalisierung und der Konvergenz der Medien ergeben sich immer neue Angebote und Märkte. Im Internet entstehen und vergehen neue Plattformen: Sie werden bekannt, potentiell marktmächtig und nicht selten wieder von einer neuen Plattform abgelöst.

Aus diesem Wandel der Medienlandschaft ergeben sich eine Vielzahl von Fragen und Problemen: Wie muss beispielsweise die extrem hohe Konzentration mancher Internetmärkte bewertet werden? Wie lässt sich eine Messung der Konzentration dieser Märkte vornehmen? Welche Wirkungen auf Preise, Mengen und Wohlfahrt sind zu erwarten? Was ist etwa davon zu halten, wenn eine große und erfolgreiche Internetplattform plötzlich Produkte kostenlos durch Werbung finanziert anbietet, die zuvor eigenständig verkauft wurden? Und wer sollte für den Transport von Inhalten über Netze und Infrastruktureinrichtungen zahlen – der Inhalteanbieter, der vom Transport profitiert oder der Netzbetreiber, der bestimmte Inhalte präferiert? Und auch die Analyse und Bewertung dieser neuen Strukturen und Geschäftsmodelle ist eine Aufgabe der neuen Medienökonomie.

Die Theorie der zweiseitigen Märkte bietet die Möglichkeit, diesen Fragen nachzugehen und Antworten zu finden. Traditionelle als auch Internetmärkte sind typischerweise zweiseitige Märkte, die hier tätigen Unternehmen sind zweiseitige Plattformen, die Werbe- und Rezipientenmarkt miteinander verbinden. Dieses Buch nimmt beschäftigt sich mit Medienökonomie aus Sicht der zweiseitigen Märkte, im Mittelpunkt stehen dabei wettbewerbliche Probleme aber auch politische Fragestellungen sowie Geschäftsmodelle und das optimale Verhalten von Medienunternehmen.

Literaturverzeichnis

  1. Anderson, S. P. und Coate, S. (2005). Market provision of broadcasting: a welfare analysis. The Review of Economic Studies, 72 (4), 947–972. CrossRefGoogle Scholar
  2. Armstrong, M. (2006). Competition in two-sided markets. The RAND Journal of Economics, 37 (3), 668–691. CrossRefGoogle Scholar
  3. Peitz, M. und Valletti, T. M. (2008). Content and advertising in the media: pay-tv versus free-to-air. International Journal of Industrial Organization, 26 (4), 949–965. CrossRefGoogle Scholar
  4. Rochet, J.-C. und Tirole, J. (2003b). Platform competition in two-sided markets. Journal of the European Economic Association, 1 (4), 990–1029. CrossRefGoogle Scholar
  5. Rysman, M. (2009). The economics of two-sided markets. The Journal of Economic Perspectives, 23 (3), 125–143. CrossRefGoogle Scholar
  6. Weyl, E. G. (2010). A price theory of multi-sided platforms. The American Economic Review, 100 (4), 1642–1672. CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  • Ralf Dewenter
    • 1
  • Jürgen Rösch
    • 1
  1. 1.Professur für IndustrieökonomikHelmut-Schmidt-UniversitätHamburgGermany

Personalised recommendations