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Nicht mit Vorwürfen beginnen

  • Thomas GesterkampEmail author
Chapter
Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Wie kann man im Sinne eines Gender-Dialogs mit solchen scheinbar „unbeweglichen“ Männern ins Gespräch kommen? Sicher nicht, in dem man erstmal den Grundsatz postuliert, dass sie alle „soziale Idioten“ sind – oder sie, wie es etwa das österreichische Autorinnenpaar Cheryl Benard und Edit Schlaffer tat, mit süffisantem Unterton („Viel erlebt, nichts begriffen“, 1986) als lernunfähige und potenziell gefährliche Wesen schildert. Erreichen kann man Männer nur, wenn man nicht mit Vorwürfen und Beleidigungen beginnt. Auch Vollzeit arbeitende Väter können gute Väter sein! Und entgegen der von manchen Feministinnen vertretenen These vom „faulen Geschlecht“ (Pinl 1994) ist die männliche Erwerbsarbeit eben auch eine Form der Familienarbeit: Die brüchig gewordene Ernährerrolle kann in diesem Sinne als eine männliche Form der Sorge interpretiert werden.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.KölnDeutschland

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