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Die Veränderung subjektiver Theorien

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Zusammenfassung

Zur Analyse des Coachingprozesses verwenden wir einen klärungsorientierten Bewertungsrahmen. Dabei orientieren wir uns am Programm Subjektive Theorien und dem Erweiterten Kognitiven Motivationsmodell EKM von Heckhausen. Wir gehen davon aus, dass Lösungskonstruktionen von Menschen einer Logik von subjektiven Theorien im Sinn von ‚Wenn-Dann-Konstruktionen‘ folgen, die mit typischen Erwartungen hinsichtlich der Realisierungschancen und den Anreizwerten einer Handlung verbunden sind.

Zur Bewertung des Coachingerfolges stützen wir uns darum auf die mit dem EKM verbundenen Erwartungstypen der Situations-Ergebniserwartung, der Handlungs-Ergebniserwartung, der Ergebnis-Folgeerwartung und der Selbstwirksamkeitserwartung, sowie die Folgebezogenen Anreizwerte. Sind alle mit einer Handlung verbunden Erwartungen und Anreize mit passenden Vorzeichen versehen, gehen wir davon aus, dass das Anliegen hinreichend geklärt ist und der Handlungsausführung nichts mehr im Weg steht.

Der Coachee behält seine zu Beginn des Coachings formulierte subjektive Theorie zur Lösung seines Anliegens bei, modifiziert aber mit Hilfe des Coachsdie für die Handlungssauführung behindernden Erwartungen, Zudem unternimmt der Coachee erste erfolgreiche Umsetzungsschritte.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Departement Angewandte PsychologieZürcher Hochschule für Angewandte WissenschaftenZürichSchweiz

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