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Spiel

  • Thomas Alkemeyer
Chapter

Zusammenfassung

Was kann soziologisch von Interesse sein am Zusammenhang von Körper und Spiel? Vorgeschlagen werden drei Blickwinkel: Erstens soll differenzierungstheoretisch die Beziehung zwischen Spiel und Nicht-Spiel und in der Folge zwischen der Körperlichkeit eines Spielgeschehens und dem Geschehen in der Umwelt des Spiels beleuchtet werden. Zweitens wird ‚Spiel‘ als ein heuristisches Konzept vorgestellt, mit dem sich die dynamische Struktur der ko-konstitutiven Bildung sozialer Ordnungen und ihrer verkörperten Träger verständlich machen lässt. Schließlich wird drittens in methodologischer Perspektive ausgelotet, inwiefern sich das Spiel mit habitualisierten Bewegungen, Gesten und Haltungen als eine Methode der qualitativen Sozialforschung eignet, mit der sich die ‚schweigsamen‘ Dimensionen des Sozialen (Stefan Hirschauer) und somit ein den menschlichen Tätigkeiten implizites Praxiswissen ‚zur Sprache‘ bringen lassen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.OldenburgDeutschland

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