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Sozialgeographische Mobilitätsforschung

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Part of the Studien zur Mobilitäts- und Verkehrsforschung book series (SZMV, volume 25)

Zusammenfassung

Mobilität kann man von verschiedenen Positionen aus betrachten: Man kann sie als reinen Akt der physischen Fortbewegung auffassen oder als soziales Phänomen, verwurzelt in der Wirklichkeit der Akteure. Kritische Positionen in der Verkehrsgeographie verstehen Mobilität als Form sozialen Handelns und deklarieren Handeln, nicht Verhalten, als Kern ihrer geographischen Mobilitätsforschung. Deswegen sprechen ihre Vertreterinnen und Vertreter entweder von handlungstheoretischer oder von handlungsorientierter Mobilitätsforschung (vgl. Røe 2000; Hammer/Scheiner 2002: 41 ff.). Sie gehen von einer sozial und kulturell konstituierten Mobilität aus. Dieser Blick sieht Mobilität als Bestandteil sozialer Wirklichkeit, durch alltägliches Handeln produziert und reproduziert. Soziale Wirklichkeit ist aber komplex und dabei derartig vielfältig, dass sie unmöglich in ihrer Gesamtheit auflösbar ist. Daher sollten Forschende vorab festlegen, was sie unter einer sozial-kulturell konstituierten Mobilität verstehen. Dafür bestimmen sie einen Sach- und Situationszusammenhang, aus dem heraus sie Mobilität analysieren. Zur Formulierung der Zusammenhänge gebrauchen sie verschiedene Theorien der Sozialwissenschaften, die ihnen die Ordnungsschemen bereitstellen, mit denen es möglich wird, Mobilität empirisch zu erschließen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Goethe-Universität Frankfurt am MainFrankfurt/MainDeutschland

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