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Warum Schulabsentismus ein Problem ist

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Part of the Psychologie in Bildung und Erziehung: Vom Wissen zum Handeln book series (PBE)

Zusammenfassung

Schulabsentismus ist die von uns bevorzugte Bezeichnung für verschiedene in der Fachliteratur und Umgangssprache verwendeten Begriffe wie Schulverweigerung, Schuleschwänzen, Schulvermeidung, Schulmüdigkeit (Kearney und Silverman, Clinical Psychology: Science and Practice, 3:339–354, 1996; McCune und Hynes, Irish Journal of Psychological Medicine, 22:56–58, 2005; Wagner et al., Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 56:457–489, 2008; Lauchlan 2003; Oehme und Franzke, Behindertenpädagogik, 41:67–80, 2002; Ricking, Schulabsentismus als Forschungsgegenstand, Oldenburg: bis, 2003; Stamm, Schulabsentismus in der Schweiz: ein Phänomen und seine Folgen, Freiburg: Pädagogisches Institut, 2007). Die Bezeichnungen Schuleschwänzen und Schulverweigerung unterstellen eine aktive Absicht der Schule fern zu bleiben. Schulvermeidung und Schulmüdigkeit weisen auf psychische Schwierigkeiten hin. Die Bezeichnung Schulabsentismus enthält alle diese mit Absicht und Krankheit verbundenen Assoziationen nicht, sondern verweist, vereinfacht beschrieben, auf das Unvermögen eines Kindes oder Jugendlichen, den Schulalltag durchzustehen (Kearney und Silverman, Clinical Psychology: Science and Practice, 3:339–354, 1996). Solange also die mit Schulabsentismus tatsächlich verbundenen Ursachen unbekannt sind sprechen wir von Schulabsentismus.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität Duisburg-EssenEssenDeutschland
  2. 2.EssenDeutschland

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