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Die Spur des Anderen: Zum Zusammenhang von Verkennen und Anerkennen (Emmanuel Levinas)

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Zusammenfassung

Dass die philosophischen Thematisierungen des Anderen im 20. Jahrhundert nicht allein mit ungelösten intersubjektivitäts- und erkenntnistheoretischen Problemstellungen zusammenhängen, sondern auch in Erfahrungen begründet sind, wird wohl kaum deutlicher als an den Schriften des aus Litauen stammenden Philosophen Emmanuel Levinas. So begründen sich dessen unermüdlichen Versuche, die Frage nach dem Anderen unter dem Stichwort der alterité auszuarbeiten, zentral in den katastrophalen Erfahrungen der Menschenvernichtungen im 20. Jahrhundert. Das Leben von Levinas ist, so stellt Stephan Strasser pointiert heraus, „nicht nur ‚in Geschichten verstrickt‘, wie jedes Menschenleben, es ist in die Geschichte verstrickt, in die von Leidenschaften besessene, an ungeheuerlichen Katastrophen so reiche Geschichte Europas im 20. Jahrhundert“ (Strasser 1983, 218).

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für ErzíehungswissenschaftWestfälische Wilhelms-UniversitätMünsterDeutschland

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