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Die Kritik der Anerkennung: Zur Umstrittenheit eines Paradigmas

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Zusammenfassung

Dass der Anerkennungsdiskurs in den letzten Jahren nicht verstummt ist, sondern vielmehr eine anhaltende Verbreitung und Ausweitung erfahren hat, hat wohl, wie angedeutet, nicht zuletzt mit der Beharrlichkeit zu tun, mit der Axel Honneth seine Theorie in den letzten zwei Jahrzehnten weiterentwickelt hat. So ist dann auch insbesondere sein Anerkennungskonzept anhaltend zum Gegenstand von teils sehr spezifischen, auf einzelne Aspekte fokussierten Kritiken geworden ist. Zu Beginn der Auseinandersetzungen um ‚Anerkennung‘ beziehen sich dagegen Kritiken vielfach in einem ‚Rundumschlag‘ auf die Schriften sowohl von Honneth als auch von Taylor, so dass die Differenzen zwischen ihren anerkennungstheoretischen Überlegungen dann nicht selten auch verdeckt werden. Dies hängt auch damit zusammen, dass in den Kritiken zumeist die in den Arbeiten beider Autoren forcierte diskursive Grundfigur der ‚Anerkennung von Identität‘ ins Zentrum rückt und der Anerkennungsbegriff in seiner gesellschaftstheoretischen und ethischen Bedeutung allgemein in Frage gestellt wird. Dabei stellen die im Folgenden näher betrachteten Kritiken weniger einen Abgesang auf den normativen Gehalt von Anerkennung dar, sondern bieten vielmehr unterschiedliche normativ justierte Lesarten und Neuformulierungen von Anerkennung.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für ErzíehungswissenschaftWestfälische Wilhelms-UniversitätMünsterDeutschland

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