Advertisement

„Die Stärken der Region herausarbeiten“ – Von Idealvorstellungen der ‚Regionalentwicklung‘ und Hindernissen ‚vor Ort‘

  • Florian WeberEmail author
  • Friedericke Weber
Chapter
Part of the RaumFragen: Stadt – Region – Landschaft book series (RFSRL)

Zusammenfassung

Mainfranken – eine Region im Nordwesten Bayerns. Klar abzugrenzen, aber unter Druck im Wettbewerb der Regionen. Entsprechend gilt es, die Region noch stärker zu vermarkten und die eigene Identität zu stärken. Absolut nachvollziehbar – oder etwa nicht? Vielleicht nicht unbedingt: Was macht Mainfranken so besonders? Wie erklären sich die Grenzen Mainfrankens? Inwieweit kann durch Marketing eine Bindung und eine gemeinsame Identität der Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen werden? Welche Aufgabe kann und soll Regionalentwicklung übernehmen? Dies sind nur einige Fragen, die sich aus dem Eingangszitat ergeben.Im Beitrag wird an einigen markanten normativ gesetzten Kriterien aus der praxisorientierten Wissenschaft zu ‚Regionalentwicklung‘ angesetzt. Diese werden dann mit dem Beispiel der ‚Region Mainfranken‘ kontrastiert. Inwieweit lassen sich aus Sicht einer Regionalentwicklungsinitiative Zielvorgaben erfüllen, welche Problematiken ergeben sich? In diese Überlegungen fließt die Frage ein, ob und inwiefern die Grenzen der ‚Region‘ kritisch hinterfragt oder als gesetzt angenommen werden. Der Beitrag verfolgt damit die Ziele, sowohl dem Regionsverständnis aus Sicht einer Regionalentwicklungsinitiative als auch den damit eng verbunden Grenzen idealtypischer Konzeptionen nachzugehen.

Literatur

  1. Benz, A./Fürst, D. (2003): Region – „Regional Governance“ – Regionalentwicklung. In: Adamaschek, B./Pröhl, M. (Hrsg.): Regionen erfolgreich steuern: Regional Governancevon der kommunalen zur regionalen Strategie. Gütersloh, S. 11–66.Google Scholar
  2. Böcher, M. (2009): Faktoren für den Erfolg einer nachhaltigen und integrierten ländlichen Regionalentwicklung. In: Friedel, R./Spindler, E. A. (Hrsg.): Nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume: Chancenverbesserung durch Innovation und Praxispflege. Wiesbaden, S. 127–138.Google Scholar
  3. Egner, H. (2010): Theoretische Geographie. Darmstadt.Google Scholar
  4. Ermann, U. (1998): Regionale Wirtschaftsverflechtungen fränkischer Brauereien: Perspektiven für eine eigenständige und nachhaltige Regionalentwicklung. Erlangen (Erlanger Geographische Arbeiten, Sonderband 25).Google Scholar
  5. Foißner, P. (2000): Endogene Entwicklung in peripheren Regionen: Möglichkeiten der Aktivierung endogener Potenziale in der Region Vorpommern. In: Raumforschung und Raumordnung 58 (4), S. 297–306.Google Scholar
  6. Fürst, D. (2010): Regional Governance. In: Benz, A./Dose, N. (Hrsg.): Governance – Regieren in komplexen Regelsystemen: Eine Einführung. Wiesbaden, S. 49–68.Google Scholar
  7. Goppel, K./Schaffer, F./Thieme, K. (1998): Regionalmanagement: Theorie – Praxis – Umsetzung. Anmerkungen der Herausgeber zum Buch: Troeger-Weiß, G. (1998): Regionalmanagement: Ein neues Instrument der Landes- und Regionalplanung. Augsburg: V-IX.Google Scholar
  8. Hahne, U. (1985): Regionalentwicklung durch Aktivierung intraregionaler Potentiale: Zu den Chancen „endogener“ Entwicklungsstrategien. München.Google Scholar
  9. Kühne, O. (2013): Landschaftstheorie und Landschaftspraxis. Eine Einführung aus sozialkonstruktivistischer Perspektive. Wiesbaden.Google Scholar
  10. Luhmann, N. (1984): Soziale Systeme. Frankfurt am Main.Google Scholar
  11. Mose, I. (1989): Eigenständige Regionalentwicklung – Chancen für den peripheren ländlichen Raum? In: Geographische Zeitschrift 77 (3), S. 154–167.Google Scholar
  12. Region Mainfranken GmbH (2014): Internetauftritt der Region Mainfranken GmbH. www.mainfranken.org. zugegriffen: 01. Juli 2014.
  13. Scheer, G. (2008): Regionalentwicklung und Netzwerke. In: Bauer-Wolf, S./Payer, H./Scheer, G. (Hrsg.): Erfolgreich durch Netzwerkkompetenz: Handbuch für Regionalentwicklung. Wien/New York, 1–4.Google Scholar
  14. Schmitt, D. (2014): Mainfranken als Marke? Eine Analyse des Markenbildungsprozesses der Region Mainfranken GmbH. Unveröffentlichte Masterarbeit. Eichstätt.Google Scholar
  15. Sinz, M. (2005): Region. In: Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): Handwörterbuch der Raumordnung. Hannover, S. 919–923.Google Scholar
  16. Spehl, H. (2005): Nachhaltige Raumentwicklung. In: Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): Handwörterbuch der Raumordnung. Hannover, S. 679–685.Google Scholar
  17. Stakelbeck, F. (2009/2010): Der „Salzburger Almenweg“ – ein sinnvolles Projekt zur Förderung des dezentralen Wanderwegetourismus im Bundesland Salzburg? In: SIR – Mitteilungen und Berichte 34 (2009-2010), S. 237–243.Google Scholar
  18. Stiens, G. (1992): Regionale Entwicklungspotentiale und Entwicklungsperspektiven. In: Geographische Rundschau 44 (3), S. 139–142.Google Scholar
  19. Thoss, R. (1984): Potentialfaktoren als Chance selbstverantworteter Entwicklung der Regionen. In: Informationen zur Raumentwicklung 1984 (1/2), S. 21–27.Google Scholar
  20. Turowski, G./Lehmkühler, G. (1999): Raumordnerische Konzeptionen: Einführung und Überblick. In: Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): Grundrisse der Landes- und Regionalplanung. Hannover, S. 157–172.Google Scholar
  21. Weber, F. (2013): Naturparke als Manager einer nachhaltigen Regionalentwicklung. Probleme, Potenziale und Lösungsansätze. Wiesbaden.Google Scholar
  22. Zarth, M. (2000): Ländliche Räume – Gewinner oder Verlierer im regionalen Strukturwandel? In: Mose, I./Weixlbaumer, N. (Hrsg.): Regionen mit Zukunft? Nachhaltige Regionalentwicklung als Leitbild ländlicher Räume. Vechta (Materialien Umweltwissenschaften Vechta MUWV 8), S. 24–30.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.KaiserslauternDeutschland
  2. 2.NeuwiedDeutschland

Personalised recommendations