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Energiedatenmanagement

  • Dirk Engelmann
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Zusammenfassung

Ein Energiedatenmanagement beschreibt den Umgang mit Energiedaten – von der Datenerfassung bis hin zur Analyse und Auswertung. So schlicht die Beschreibung ist, so groß sind doch die Missverständnisse und so verschieden die Interpretationen.

Das Energiedatenmanagement (kurz EDMS) ist elementarer Bestandteil des Energiemanagementsystems und gerade deshalb auch ein häufiger Grund von begrifflicher Verwechselung: Ein Energiedatenmanagementsystem ist kein Energiemanagementsystem! Ein Energiedatenmanagement ist auch per se kein automatisches Energiedatenerfassungssystem. Der Aufbau, das Wesen und der sinnvolle Einsatz eines Energiedatenmanagementsystems sind Gegenstand der folgenden Abschnitte. Zur grundlegenden Struktur vgl. Abb. 5.1.

Die Funktionen des Energiedatenmanagementsystems (EDMS) sind die Erfassung und Bereitstellung von Informationen zum Betrieb, Wartung und Berechnung von Kennzahlen im Hinblick auf die Analyse und Auswertung von Energiedaten. Die Auswertung der Energiedaten mit einer stetigen und regelmäßigen Überwachung wird als (Energie-)Monitoring bezeichnet.

Ziel des Energie-Monitoring ist die Kontrolle der Kenngrößen mit der Fähigkeit der Warnung bei Abweichungen, der Diagnose von unnötigem Energieverbrauch und der Optimierung der Energieeffizienz durch Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen.

Das Energiedatenmanagement geht über den Anwendungsbereich des technischen Gebäudemanagements (TGM) und der Prozessleittechnik hinaus – es betrifft alle energierelevanten Bereiche, insbesondere Prozesse und Anlagen (Abb. 5.2).

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  • Dirk Engelmann
    • 1
  1. 1.INEKONStuttgartDeutschland

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